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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Bibliotheks- und Informations­wissen­schaft

Abstracts Wintersemester 2013/14

 


 

15.10.2013:

Die GRÜNE Bibliothek – Ökologische Nachhaltigkeit bei Planung, Bau und Management. Bericht über ein Publikationsprojekt und seine Ziele – Dr. Petra Hauke, Dr. Klaus-Ulrich Werner, Karen Latimer, OBE/MA/Dip LIS, Michael Triska, IBI, FU, Queen’s University (Belfast, Northern Ireland)


Vorgestellt wird ein internationaler Sammelband mit übergreifenden Beiträgen und konkreten Fallbeispielen zur Rolle von Bibliotheken und Bibliothekaren in der ökologischen Bewegung. Die Beiträge kommen sowohl aus Deutschland als auch aus anderen Teilen Europas, aus Asien und den USA. Sie zeigen, wie der ökologische Fußabdruck im Alltag der Bibliothek verringert werden kann und was Nachhaltigkeit für die soziale Verantwortung von Bibliotheken in ihrer Rolle als gesellschaftliche Multiplikatoren bedeutet.

Die kurzen Vorträge des Kolloquiums informieren über Motive, Konzept und Ziele sowie die Inhalte der Publikation. Anschließend lädt der Verlag zu einem Umtrunk. Bei dieser Gelegenheit stoßen wir auch auf unser Jubiläum an: 10 Jahre erfolgreiche Buchprojekte am IBI! Siehe auch: http://www.ibi.hu-berlin.de/studium/studprojekte/buchidee


Aus technischen Gründen ist das Video zum Vortrag leider nicht vollständig. Daher stehen zusätzlich die Vortragsfolien zum Download bereit.

 

 


 

22.10.2013:

Relationsextraktion aus Artikelvolltexten der Wikipedia: wiki2rdf und darüber hinaus – Alexander Meyer, INRIA Institut National de Recherche en Informatique et en Automatique, Frankreich, und HU


wiki2rdf wurde 2012 im Rahmen einer Masterarbeit am IBI entwickelt und dient dazu, Relationen zwischen Begriffen aus Volltexten der Wikipedia zu extrahieren und als RDF-Tripel auszugeben. Das Tool arbeitet mithilfe von Regeln, die auf Syntaxbäume der Sätze angewandt werden, welche von einem Dependency-Parser erzeugt wurden. Der Vortrag stellt wiki2rdf vor, erläutert Vor- und Nachteile jener Vorgehensweise und zeigt andere Möglichkeiten im Umfeld von Relationsextraktion nach dem aktuellen Forschungsstand auf.

Aus technischen Gründen können leider nur die Vortragsfolien zur Verfügung gestellt werden.

 

 


 

29.10.2013:

Gemeinsam mehr erreichen: Citizen Science und Crowdsourcing in Wissenschaft und Wirtschaft – Elisa Herrmann, ZLB Zentral- und Landesbibliothek Berlin


Seit 2008 ist es eines der meistgehörten Schlagwörter des Innovationsmanagements: „Crowdsourcing“. Dabei ist das Prinzip nicht neu und wird bereits seit vielen Jahren in diversen wissenschaftlichen Projekten angewandt, auch wenn dort eher von „Citizen Science“ die Rede ist. Welches Prinzip dahinter steckt, welche Möglichkeiten die Einbeziehung der Öffentlichkeit bietet und welche Aspekte bei der Umsetzung eines solchen Projektes zu beachten sind, werden in diesem Vortrag anhand verschiedener Beispiele aus Wirtschaft und Wissenschaft vorgestellt. Besonderer Fokus liegt dabei auf dem Crowdsourcing-Projekt der ZLB Berlin, anhand dessen auch der technische Hintergrund und die organisatorischen Rahmenbedingungen näher betrachtet werden.



Aus technischen Gründen können leider nur die Vortragsfolien zur Verfügung gestellt werden.

 

 


 

05.11.2013:

Halloween Lecture: Im Beinhaus des Geistes – friedhofs- und bestattungsrechtliche Fragestellungen im Bibliothekswesen – Dr. Eric Steinhauer, UB Hagen


Zu diesem Vortrag gibt es wie immer kein Abstract und keine Aufzeichnung.

 

 


 

12.11.2013:

Wie Preprints die wissenschaftliche Kommunikation beschleunigen – eine bibliometrische Studie – Valeria Aman, IfQ Institut für Forschungsinformation und Qualitässicherung


Es ist unumstritten, dass Open-Access-Publikationen die wissenschaftliche Kommunikation befördern. Forschungsergebnisse, die in Form eines Preprints vor der begutachteten Version öffentlich gemacht werden, haben nicht nur einen zeitlichen Vorsprung, sondern unterliegen auch keinem Kostenaufwand für den Leser. Basierend auf einer am IBI entstandenen Masterarbeit, quantifiziert der Vortrag inwieweit Preprints die wissenschaftliche Kommunikation beschleunigen. Hierfür wurden Artikel ausgewählter Journals in der Zitationsdatenbank Scopus mit Preprints in arXiv gematcht. Ursprünglich für die Hochenergiephysik gedacht, hat der Preprint-Server arXiv im Laufe der Jahre Disziplinen wie Astrophysik, Mathematik, Biologie, Statistik und Computer Science inkludiert. Bibliometrische Größen, wie der Publication Delay, Citation Delay oder Impact zeigen, dass Artikel mit vorhergehender Preprintversion in arXiv zumeist früher und häufiger zitiert werden, als Artikel ohne Preprint. Wie es sich in den einzelnen Disziplinen verhält, ist Gegenstand des Vortrags.



Video zum Vortrag

 

 


 

19.11.2013:

Dokumente in Bewegung: zur digitalen Präsentation immaterieller Kunst – Dr. Franz Anton Cramer, HZT Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz, Berlin


Das von der Kulturstiftung des Bundes initiierte Online-Projekt „Digitaler Atlas Tanz“ (zugänglich seit Frühjahr 2013) hatte sich der Herausforderung zu stellen, die identitäre Archivlandschaft im Bereich des modernen Tanzes zu sichten und über eine Einstiegsplattform digital zugänglich zu machen. Dabei waren nicht nur technische, budgetäre und urheberrechtliche Probleme zu lösen. Vielmehr ist die Natur selbst des Gegenstandes in seiner faktuellen Immaterialität eine Schwierigkeit. Wie können die statischen Objekte aus dem Archiv sich zur Bewegtheit der Kunstform verhalten? Welche Chancen birgt, was Mario Wimmer jüngst als „das Unbewusste der Archive“ beschrieben hat? Gibt es im digitalen Raum einen archivischen “Überschuss“ für den Tanz?



Folien des Vortrags

 

 


 

26.11.2013:

Creating trust: scholars, self-representations and online environments – Sara Kjellberg, Lunds Universitet, Schweden


I have earlier investigated how the increased access to digital scholarly information influences scholarly communication practices. To do this I especially studied how researchers are using blogs. In this presentation I will discuss a project, which is work in progress, on how researchers create several representations of themselves online. Different social network sites have emerged during the last years, and at the same time researchers use social media of different sorts like Twitter and blogs. How does a researcher use different tools or ways to communicate and create an image of herself as a researcher on the web? And what trust practices come into sight when researchers use different kind of online environments to shape their online identity?

The project is financed by the Swedish Research Council and part of a larger project called Knowledge in a Digital World: Trust, Credibility and Relevance on the Web.

Zur Projekt-Website

Video zum Vortrag

 

 


 

03.12.2013:

Wie viele Sprachen spricht ein vereinigtes Europa? Die Sprachenpolitik der Europäischen Union mit besonderem Fokus auf Deutschland – Jakob Haselhuber, Ständiger Vertreter des Deutschen Botschafters in Kuba


Die Europäische Union zählt heute 28 Mitgliedstaaten und 24 Sprachen, das heißt 552 Sprachkombinationen für Übersetzung und Dolmetschung. Verständigung in dieser vielsprachigen Gemeinschaft ist eine große Herausforderung. Dessen ungeachtet hat die EU ihre 1958 beschlossene Vollsprachenregelung bis heute fortgeschrieben, die allen Sprachen gleiche Rechte als Amts- und Arbeitssprachen einräumt. In der Praxis haben sich jedoch zunächst Französisch und später Englisch als Verständigungssprachen durchgesetzt. Um Europas kulturelle Vielfalt zu bewahren und ein „English only“ zu verhindern, bedarf die Sprachenpolitik der EU einer Reform. Hierfür schlage ich einen „Sprachenkorb“ vor, der die fünf in Europa am meisten verbreiteten Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch und Russisch umfasst. In Deutschland setzen sich Bundestag, Bundesregierung und Wirtschaft nachdrücklich für die Stellung des Deutschen in der EU ein, doch eine breite gesellschaftliche Debatte fehlt. Zur Bündelung der deutschen Interessen schlage ich vor, einen „Bundesbeauftragten für die deutsche Sprache“ einzurichten.



Audio-Aufzeichnung des Vortrags

 

 


 

10.12.2013:

Representing archival data in the Cendari project – Maud Medves, Anna Bohn, INRIA Institut National de Recherche en Informatique et en Automatique, Frankreich, und HU, Freie Universität


CENDARI (Collaborative European Digital Archive Infrastructure) is a European research project whose main goal is to integrate digital archives and resources for research on medieval and modern European history. It aims at building a virtual research environment and providing researchers with tools which will allow users to visualize, customize, annotate their own research outcomes and more generally generate content on the platform. The emphasis is on being an infrastructure of research (rather than for research) with a focus on end-users: historians.

The following main challenges that we faced in this project will be presented: - variety of metadata standards and the importance of data interoperability - cooperation of different communities (historians and computer scientists, but also archivists, librarians and museum curators) - transnational and interdisciplinary approach - multilingualism and diversity of media types (written sources, moving images, images and sound)



Video zum Vortrag

 

 


 

17.12.2013:

Der Deutsche "Library HiTech"-Preis 2013 für herausragende Forschungsleistungen | Preisverleihung und Vortrag – N.N.


Der Vortrag wurde auf den 21.01.2014 verlegt.

 

 


 

07.01.2014:

Partizipation durch Fragebögen. Die Einbeziehung des bibliothekarischen Umfeldes in den Strategiefindungsprozess der Staatsbibliothek zu Berlin – Barbara Schneider-Kempf, Staatsbibliothek zu Berlin


Als zentrale Herausforderung ihres Qualitätsmanagementprozesses hat die Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz in den letzten Monaten die Entwicklung und Implementierung einer zukunftsfähigen Bibliotheksstrategie identifiziert. Vor diesem Hintergrund hat sie einen Strategiefindungsprozess angestoßen, in dem die gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen einer modernen Bibliothek im Wandel der Nutzerbedürfnisse analysiert, zukünftige Themen- und Handlungsfelder der Bibliothek aufgeschlüsselt und Optimierungspotenziale des Dienstleistungsangebots ermittelt werden. Über einen mehrwöchigen Zeitraum wurden auf der Grundlage eines standardisierten Fragebogens persönliche Befragungen mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Interessengruppen zu den Zielgruppenerwartungen und dem Anpassungsbedarf des Dienstleistungsportfolios der Staatsbibliothek durchgeführt. Zu den Befragten zählten zunächst die Hauptnutzer(innen)gruppen der Bibliothek: Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Spezialforscherinnen und -forscher sowie korporative Nutzerinnen und Nutzer. Um den Blickwinkel zu weiten und ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten, wurden darüber hinaus Vertreterinnen und Vertreter weiterer Interessengruppen aus dem bibliothekarischen, kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Umfeld der Bibliothek befragt. Zugleich diente die Befragung der Partizipation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und gab diesen die Gelegenheit, an der Entwicklung einer Bibliotheksstrategie aktiv mitzuwirken. Sowohl das methodische Vorgehen als auch die Ergebnisse dieser umfassenden Erhebung von Zielgruppenerwartungen und Optimierungspotenzialen im Dienstleistungsangebot der SBB-PK werden im Vortrag von Generaldirektorin Barbara Schneider-Kempf präsentiert.



Video zum Vortrag

 

 


 

14.01.2014:

Cloudbasierte Bibliothekssysteme und die Zukunft der Verbünde – Dr. Andreas Degkwitz, Leiter der UB HU Berlin


Im März 2013 wurde das vom Hessischen Bibliotheksinformationssystem (HeBIS), dem Bibliotheksverbund Bayern (BVB) und dem Kooperativen Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg (KOBV) – im Rahmen der Ausschreibung zur Neuausrichtung überregionaler Informationsservices – beantragte Projekt „Cloudbasierte Infrastruktur für Bibliotheksdaten“ (CIB) von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt. Ziel des Projekts ist die Überführung bibliothekarischer Workflows und Dienste in cloudbasierte Arbeitsumgebungen und die sukzessive Ablösung traditioneller Verbund- und Lokalsysteme durch internationale Systemplattformen. Hintergrund dafür ist eine umfassende Neuausrichtung bestehender Infrastrukturen, die mit den Empfehlungen des Wissenschaftsrates zur Zukunft der bibliothekarischen Verbundsysteme in Deutschland gefordert wurde.


Zu diesem Vortrag gibt es aus rechtlichen Gründen keine Aufzeichnung.

 

 


 

21.01.2014:

Preisverleihung des Deutschen "Library HiTech"-Preises 2013 und Vortrag "Die Deutsche Digitale Bibliothek als offene Kulturplattform" – Uwe Müller, Deutsche Nationalbibliothek


Der Preis:
Der deutsche Library Hi Tech Award wird jährlich für außerordentliche Leistungen bei der Entwicklung von und Kommunikation über bibliotheks- und informationswissenschaftliche Technologien in Deutschland verliehen. Er ergänzt den von der amerikanischen Library Information Technology Association zusammen mit Library Hi Tech für herausragende Kommunikation in der Lehre von Bibliotheks- und Informationswissenschaft vergebenen Preis. Der Award ist mit 500€, gestellt von der Emerald Group Publishing, verbunden. Das Preiskomittee, bestehend aus Mitgliedern des Library Hi Tech Editorial Bords, einem DINI-Vertreter und den Gewinnern der letzten Jahre, hat den diesjährigen Gewinner im Herbst bekannt geben. Die Verleihung wird beim BBK in Verbindung mit einem Vortrag stattfinden.

Der Vortrag:
Seit einem Jahr ist die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) als gemeinsame Zugangsplattform für digitalisiertes Kulturgut in Deutschland online. Mit ihr werden digitale Bestände aus den unterschiedlichen Kulturdomänen – Bibliotheken, Museen, Archiven, Mediatheken, Denkmalämtern und Wissenschaftseinrichtungen – zusammengeführt und verfügbar gemacht. Die DDB ist auch der nationale Aggregator für die Europeana und arbeitet mit den europäischen Partnern in vielfältiger Weise zusammen. Der Vortrag beleuchtet organisatorische, technische und rechtliche Aspekte des Gemeinschaftsprojekts DDB und erlaubt einen Blick in die Systemarchitektur und die Verarbeitung der Meta- und Binärdaten. Außerdem wird auf die offenen Schnittstellen eingegangen, mit denen Daten und Funktionalität der DDB für Erweiterungen und externe Anwendungen genutzt werden können. Schließlich gibt der Vortrag einen kurzen Ausblick auf geplante Weiterentwicklungen.

 

Zu diesem Vortrag gibt es aus technischen Gründen keine Aufzeichnung.

 

 


 

28.01.2014:

Extreme Open Access – scholarly publication as a public infrastructure – Laurent Romary, INRIA Institut National de Recherche en Informatique et en Automatique, Frankreich, und HU


The whole idea of scholarship is oriented towards maximising the dissemination of research results. In this domain, research organisations should be able to design scientific information policies to help researchers to get access to existing publications (traditionally through journal subscriptions), publish their own results to a wide audience (by means of publication repositories) and manage associated research assets (laboratory notes, observations, primary sources, databases). Beyond the traditional, and probably sclerosing, categories of green and gold open access, I will defend a vision of scholarly communication that is entrenched in the wider notion of public research infrastructure. We need to see what the consequences of such a vision are, in terms of budget shifts, investments in technological settings, but also in changing the roles of research libraries so that they can provide the necessary editorial support to such environments. The change may be drastic, but this may be the only way to optimize tax-payers’ money at the service of science.



Die Aufzeichnung dieses Vortrags steht unter einer CC-BY-Lizenz.

 

 


 

04.02.2014:

Die IFLA bei der WIPO: Einsatz für ein wissenschafts- und bibliotheksfreundliches Copyright - Armin Talke, Staatsbibliothek zu Berlin und IFLA Committee on Copyright and Other Legal Matters


Urheberrecht ist international. Man mag es kaum glauben, aber Regelungen auf völkerrechtlicher Ebene sind ausschlaggebend für das, was Bibliotheken auf lokaler Ebene tun dürfen. Das, was in den internationalen Verträgen festgelegt wird, muss durch die Staaten, die Teil dieser Vereinbarungen sind, in den eigenen Gesetzen umgesetzt werden. Die internationalen Urheberrechtsverträge wie z.B. die Berner Übereinkunft oder der World Copyright Treaty dienen bisher vor allem dazu, ein weltweit einheitliches (hohes) Schutzniveau festzulegen. Bibliotheksarbeit spielt sich - rechtlich gesehen - großenteils in Bereichen ab, wo dieser Urheberrechtsschutz das ausnahmsweise erlaubt, ohne dass Urheber bzw. Rechteinhaber wie i.B. Verlage um Zustimmung gebeten werden müssen. Ohne solche "Ausnahmen" in den nationalen Urheberrechtsgesetzen, dürften Bibliotheken z.B. keine Kopien erstellen und versenden, digitale Semesterapparate aufbauen und noch nicht einmal Bücher verleihen. Diese Ausnahmeregeln sind in allen Ländern unterschiedlich weit und oft kompliziert. Das erschwert besonders die grenzüberschreitenden Dienste, wie internationalen Kopienversand, Bücherkauf im Ausland, aber auch das Ins-Netz-Stellen von Werken, die in verschiedenen Staaten unterschiedlich lang rechtlich geschützt sein können oder für die es in einigen Staaten als "Verwaiste Werke" besondere Regeln gibt, in anderen nicht.

Die IFLA und der DBV setzen sich deshalb für internationale Regeln ein, die diese Schwierigkeiten in einigen Bereichen beseitigen sollen: Ausnahmeregeln sollen in den WIPO-Mitgliedstaaten vereinheitlicht werden, so dass Services von Bibliotheken, die über den nationalen Bereich hinaus gehen (und das sind in Zeiten den World Wide Web viele) nicht durch rechtliche Hürden verhindert oder übermäßig erschwert werden. In den einschlägigen WIPO-Verhandlungen vom 17.-20. Dezember 2013 hat sich allerdings einmal wieder gezeigt, dass Rechteinhaber-Lobbyisten und auch viele Regierungsvertreter solchen Regeln ablehnend gegenüber stehen. Ob am Ende der Verhandlungen eine Verpflichtung der Mitgliedstaaten zur Einführung und damit Harmonisierung bestimmter Ausnahregeln einhergehen wird, ist daher mehr als unsicher. Aberf nichts ist unmöglich: Ein Großteil der Mitgliedstaaten aus Afrika, Lateinamerika und Asiens (vor allem solche, deren Rechteinhaber-Lobby weniger stark) ist, stehen auf Seiten der Bibliotheksverbände, die vom WIPO-Sekretariat vor Ort Gelegenheit zu ausführlichen Stellungnahmen bekamen.

Pressemitteilung des DBV

Zu diesem Vortrag gibt es aus rechtlichen Gründen nur eine Audio-Aufzeichnung.