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▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Bibliotheks- und Informations­wissen­schaft

Abstracts Wintersemester 2011/12



18.10.2011:

Multimediale Objekte in Bibliotheken: Inhaltsbasierte Erschließung und visuelle Suche von 3D-Modellen - Ina Blümel, Technische Informationsbibliothek Hannover

Digitale Bibliotheken sehen sich aktuell neuen Herausforderungen gegenüber. Anzahl und Komplexität multimedialer Objekte nehmen zu, wie z.B. 3D-CAD-Modelle, und die Benutzer erwarten geeignete Zugangs- und Präsentationsmodalitäten zur Suche in und Nutzung von solchen Beständen. Im Teilbereich 3D des DFG-geförderten Leistungszentrums für Forschungsinformation PROBADO sind Tools zur inhaltsbasierten Erschließung und visuellen Suche von 3D-Modellen entwickelt, implementiert und an der Technischen Informationsbibliothek Hannover in prototypischen Betrieb genommen sowie an das TIB-Portal GetInfo angebunden worden, das sich sukzessive ausgewählten Typen von multimedialen Objekten öffnet. Somit wird für den Benutzer der Zugang zu multimedialen Objekten als Träger wissenschaftlicher Information in Zukunft genauso selbstverständlich wie der zu textueller Fachinformation heute.

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25.10.2011:

Theorie und Praxis der Bibliotheksmumie - Eric Steinhauer, UB Fernuniversität in Hagen

In der überaus reichen Mumienliteratur kommt die Bibliotheksmumie als eigenständiges Phänomen nicht vor. Die diesjährige Halloween-Lecture wird diese empfindliche Lücke der gegenwärtigen Kulturwissenschaft des Morbiden schließen und darüber hinaus dem theoretischen Nachdenken über Sinn und Ziel bibliothekarischer Praxis einige neue und unerwartete Impulse geben.




01.11.2011:

Mehr als Fragebogen und Logfiles: Einführung in die Online-Benutzerforschung - Elke Greifeneder, IBI, HU

Seit vielen Jahren untersuchen Forscher digitale Bibliotheken. Doch wie untersucht man Benutzer, die zu jeder Zeit und von jedem beliebigen Ort aus digitale Bibliotheken nutzen können? Der Vortrag stellt Methoden der Online-Benutzerforschung vor und weist zugleich auf einige Tücken dieser Methoden hin. Als Online-Forschung werden dabei Studien bezeichnet, die einen doppelten Bezug zum Internet haben: das Internet ist sowohl ihr Gegenstand als auch das Medium ihrer Methode. Der Forscher erhebt Daten mit dem Internet über das Internet.

Video zum Vortrag

 




08.11.2011:

Traumberuf Verleger, Gespräch Christoph Markschies mit Klaus G. Saur - Prof. Dr. Klaus G. Saur, Prof. Dr. Christoph Markschies

Audioaufzeichnung des Vortrags




15.11.2011:

§52a UrhG - eine endende Geschichte? - Gabriele Beger, Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Die Geltung des im Jahr 2003 eingeführten § 52a UrhG ist bis zum 31.12.2012 befristet. Soweit der Bundestag im Zuge einer Gesetzesänderung keine Entfristung oder eine erneute Fristverlängerung beschließt, fällt die gesetzliche Grundlage beginnend mit dem Jahr 2013 für so genannte elektronische Semester- und wissenschaftliche Forschungsapperate ersatzlos weg. Danach müssten für alle urheberrechtlich geschützten Materialien in elektronischen Lern- und Lehrplattformen Lizenzen bei den jeweiligen Rechtsinhabern erworben werden. Noch aber ist es nicht soweit. Keine andere gesetzliche Ausnahme war jemals so streitgegenständlich, wie der § 52a UrhG. Wie ist die Sach- und Rechtslage und was wird für eine Fortgeltung getan?

Audioaufzeichnung des Vortrags

 




22.11.2011:

Multilingual News Aggregation and Recommendation - Ernesto De Luca, Technische Universität Berlin - DAI-Labor

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29.11.2011:

Das "Raubgut-Projekt" der ZLB. Provenienzforschung als neue Herausforderung der Bibliotheken. - Dr. Annette Gerlach, Zentral- und Landesbibliothek Berlin

Die Forschung nach ns-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut wird in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin seit einigen Jahren intensiv betrieben. 1943 hat die Vorgängereinrichtung, die Berliner Stadtbibliothek, mehrere zehntausend Bücher von Berliner Juden, die ins KZ deportiert wurden, übernommen. Nach 1945 hat sie aufgrund der Zuständigkeit für sog. "herrenlose Bestände" weiteres Raubgut oft auf Umwegen erhalten und als Geschenk eingearbeitet. Die Forschungen heute sind sehr aufwändig: Identifizierungen von Provenienzspuren nach Autopsie, deren Dokumentation in einer Datenbank, Recherche nach Eigentümern und ihren Nachfahren gestalten sich kompliziert, trotzdem sind mehrere Rückgaben schon möglich gewesen. Der Vortrag wird als Werkstattbericht einen Einblick in diesen Arbeitsbereich der ZLB geben.

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06.12.2011:

“Where did all the good people go?” - Verbleibstudie am IBI - Maria Behrendt, Oliver Pohl, IBI, HU

Im Sommersemester 2011 fanden sich unter dem Motto „Where Did All The Good People Go…?“ 21 StudentInnen des Instituts für Bibliotheks- und Informationswissenschaft (IBI) der Humboldt-Universität zu Berlin unter der Leitung von Maria Gäde, Gertrud Pannier und Vivien Petras in einem Projektseminar zusammen, um eine Verbleibstudie der Alumni durchzuführen. Ziel war es herauszufinden, in welchen Tätigkeitsfeldern sich die ehemaligen StudentInnen des Instituts bewegen, welche Fähigkeiten und Kompetenzen benötigt werden, um sich auf dem Arbeitsmarkt zu profilieren und wie das Studium rückblickend bewertet wird. Zielgruppe waren AbsolventInnen, die ihren Abschluss zwischen 1999 und 2010 im Kernfach machten.

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13.12.2011:

Verpflichtende OA-Politiken und geistiges Eigentum in der Wissenschaft am Beispiel von Polen und Deutschland - Dr. Teresa Swieckowska, Uniwersytet Warszawski

Der offene Zugang zu öffentlich finanzierten wissenschaftlichen Forschungsergebnissen gerät in Polen immer mehr in die Diskussion - nicht nur unter BibliothekarInnen und WissenschaftlerInnen, sondern auch in der Politik. So bereitet der Beraterstab des Premierministers seit 2010 einen Gesetzesentwurf über "offene öffentliche Ressourcen" vor. Mein Referat beschäftigt sich mit dem aktuellen Stand von OA-Politiken und den wichtigsten Aspekten der Diskussionen über aktuelle und geplante Lösungen in Polen, auch mit Blick auf die Unterschiede zu Deutschland. Des weiteren geht es um den Zusammenhang zwischen verpflichtenden OA-Politiken und Urheberrecht.

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03.01.2012:

Mehrsprachigkeit und Nutzerverhalten in Europeana - Maria Gäde, IBI, HU

Die Europeana ermöglicht einen zentralen und mehrsprachigen Zugriff zu den digitalen Kulturgütern Europas. Die tatsächliche Nutzung mehrsprachiger Funktionen innerhalb eines Systems kann unter anderem durch die Aufzeichnung von Logdateien dargestellt und analysiert werden. Gegenstand des Vortrages werden erste Ergebnisse einer speziell für die Europeana entwickelten Logdateien-Studie sein. Das Such- und Navigationsverhalten von Nutzern in mehrsprachigen digitalen Bibliotheken steht dabei im Mittelpunkt der Untersuchung.

Audioaufzeichnung des Vortrags

 




10.01.2012:

eResearch und neue Forschungsinfrastrukturen: wie das Internet wissenschaftliche Bibliotheken verändert - Prof. Dr. Norbert Lossau, Niedersächsische Staats- und Universitaetsbibliothek Goettingen

Der Vortrag wird in das Thema eResearch im Sinne von (e)nhanced Research und neue Forschungsinfrastrukturen einführen und anhand nationaler und europäischer Beispiele illustrieren. Weitergehend werden strategische Fragestellungen entwickelt, denen sich wissenschaftliche Bibliotheken und Universitäten stellen müssen: Welche Herausforderungen adressieren die Forschungsinfrastrukturen und wo sollten wissenschaftliche Bibliotheken aktiv werden? Wie können institutionelle Strategien für Universitäten aussehen, welche Rolle können Bibliotheken künftig übernehmen und wie sollten sie sich, auch organisatorisch, weiterentwickeln? Abschließend werden erste Ideen für eine Weiterentwicklung der Lehre in den Bibliotheks- und Informationswissenschaften vorgestellt.

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17.01.2012:

Biodiversity Heritage Information Online! - Boris Jacob, Royal Museum for Central Africa, Tervuren

Natural history museums and botanical gardens hold vast amounts of scientific descriptions and specimen related to the world’s biodiversity in their libraries, archives and collections. But most of this biodiversity heritage information is not easily accessible for scientists and the general public. Thus European natural history institutions are digitising this information in the context of EC projects and global initiatives. They are making them available online through Europeana and other expert systems and services like the Biodiversity Heritage Library and the Global Biodiversity Information Facility. The presentation will give an introduction to biodiversity heritage information, the corresponding infrastructure and services. It will also elaborate on the user groups and how they can benefit from this information ecology.

 




24.01.2012:

Interkulturelle Kommunikation für Bibliothekare - IFLA-Nationalkomitee

Im Bibliotheksbereich ist heutzutage der internationale Fachaustausch eine Selbstverständlichkeit. So gewinnbringend er ist, so sensibel kann die Kommunikation mit Bibliothekskollegen aus anderen Kulturen sein. Die Zusammenarbeit in international besetzten Gremien, wie sie der internationale Bibliotheksverband IFLA erfordert, kann hier eine echte Herausforderung bedeuten, und das Gefühl, in einen Fettnapf getreten zu sein, ohne so recht zu wissen warum, ist vielen Kollegen nicht fremd. Es ist nicht immer einfach, im Austausch mit Kollegen aus anderen Kulturen den richtigen Ton zu treffen und weder zu forsch und direkt aufzutreten noch das angestrebte Ziel aus den Augen zu verlieren. Dies Spannungsfeld der interkulturellen Kommunikation wird thematisiert, um die eigene Bewusstmachung für sensible Situationen zu stärken und durch verschiedene Methoden die interkulturelle Kompetenz zu fördern.




31.01.2012:

Virtuelle Forschungsumgebungen – neue Formen der Forschungsinfrastruktur - Dr. Sigrun Eckelmann, Deutsche Forschungsgemeinschaft

Wissenschaftler setzen zunehmend Virtuelle Forschungsumgebungen ein, um ihre kooperativen Forschungen mit Kolleginnen und Kollegen im In- und Ausland technisch und organisatorisch zu unterstützen. Gegenwärtig gibt es in Deutschland zwei Typen von Virtuellen Forschungsumgebungen, die entweder auf konkreten Projekten aufbauen und daher fachlich enger fokussiert oder fachlich breiter aufgestellt und auf die Nutzung durch ganze Fachgemeinschaften ausgerichtet sind. Im Vortrag sollen zum einen die Virtuellen Forschungsumgebungen als Typus sowie die derzeit laufenden Arbeitsgruppen zu diesem Thema sowie zukünftige Perspektiven vorgestellt werden. Zum Abschluss soll die Frage angesprochen werden, welche Rolle die Bibliotheken in der Welt der Virtuellen Forschungsumgebungen übernehmen sollten.




07.02.2012:

The Case for Books in the Digital Future: Vision, Architecture, and Programmatic Design of the Joe and Rika Mansueto Library. - Judith Nadler; Jim Vaughan, University of Chicago

Intellectual inquiry and scholarly research presume ready access to the widest possible range of scholarly resources. The role of the library is not to impact the direction of research but rather to offer up a full range of resources to enable it. At a time when research libraries move their collections offsite, the University of Chicago has made a commitment to investing in the future by preserving the past, and has positioned this investment at the fingertips of scholars, at the very heart of campus. In her talk, Judith Nadler will reveal the vision, design, and logistics behind the Jahn-designed state of-the-art facility. Jim Vaughan will be present to assist in answering questions.
Judith Nadler is Director and University Librarian at the University of Chicago http://www.lib.uchicago.edu/e/index.html. In this capacity she develops and implements the vision and provides leadership for the infrastructure that underpins research and teaching across the University by providing resources, facilitating the use of these resources and offering spaces where faculty and students interact with these resources and with each other She holds a Bachelor’s degree in Comparative Literature and a Masters of Librarianship degree from the Hebrew University of Jerusalem. Well-known national and internally, she frequently serves on university accreditation teams and is a speaker at conferences and symposia. She serves on the Library of Congress’ Working Group on the Future of Bibliographic Control which develops recommendations on ways U.S. library resources could be made more accessible to researchers in the 21st century. Jim Vaughan is the Assistant Director for Access & Facilities Services at the University of Chicago Library. A member of the University Library staff since 1984, he holds the Library’s key position for physical access, facilities and user services. Jim has been involved in the planning for the new Library since 2003 and for construction oversight since 2008. He holds a bachelors degree from the University of Notre Dame and a Masters in Library Science from Rosary College (now known as Dominican University).




14.02.2012:

Die wissenschaftliche Informationsinfrastruktur im Wandel - Sabine Brünger-Weilandt, Geschäftsführerin FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur

Die zunehmende Digitalisierung wissenschaftlicher Publikationen ebenso wie die neuen Möglichkeiten bei der Beschaffung, Verarbeitung und der Produktion digitaler Information stellen grundlegende Herausforderungen und Fragen an die Informationsinfrastruktur. National und international haben verschiedene Initiativen und Einrichtungen diesen Themenkomplex aufgegriffen. Die Kommission Zukunft der Informationsinfrastruktur (KII) hat im Auftrag der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz des Bundes und der Länder (GWK) alle relevanten Themenfelder der Informationsinfrastruktur untersucht und in ihrem im Frühjahr 2011 vorgelegten Gesamtkonzept die bestehenden Herausforderungen und Handlungsbedarfe benannt und Empfehlungen an Bund und Länder formuliert. Zu den Themen zählen u.a. Fragen der Lizenzierung von kommerziell angebotenen Publikationen, die nachträgliche Digitalisierung gedruckter Information, die nachhaltige Verfügbarkeit und die Langzeitarchivierung der digitalen Objekte, sowie der Umgang mit Forschungsdaten. Der Vortrag befasst sich mit den Herausforderungen an die wissenschaftliche Informationsinfrastruktur.