Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Bibliotheks- und Informations­wissen­schaft

Forschung

 

Information Behavior untersucht die vielfältigen Interaktionen zwischen Mensch, Information und Technologie. Im Speziellen wird analysiert, wie Menschen in verschiedenen Kontexten Informationen suchen und nutzen. Dabei wird nicht nur das aktive oder bewusste Suchverhalten erforscht, sondern auch das passive, unabsichtliche und vermeidende Verhalten von Menschen bei der Informationssuche und Informationsaufnahme. Beispiele für aktuelle Forschungsfelder sind: Informationsvermeidung, Informationsüberfluss, Personal Information Management und Informationskompetenz.

Während sich erste Forschung in den 1950er Jahren vor allem auf das Informationsverhalten von ForscherInnen selbst konzentrierten, sind inzwischen die User, ihre Motivation und ihr Informationsbedarf zum Mittelpunkt des Forschungsbereiches geworden. Es wurden zahlreiche Modelle und Theorien entwickelt, die das Suchverhalten und den Informationsbedarf von Menschen zu erklären versuchen. Genauso vielfältig sind die Methoden, mit denen Nutzerstudien durchgeführt werden können.

 


 

Forschungsschwerpunkte

The development of methodological standards (Prof. Greifeneder)

The development of methodological standards is a leitmotiv for Prof. Greifeneder’s research. Few researchers in LIS focus their research on methodological issues, because it requires deep knowledge of various methods – from statistical to qualitative approaches, from usability and eye tracking studies to focus groups – plus a keen interest in continuously monitoring new methods. It also often means walking on thin ice: finding an appropriate balance between studying validity and exposing situations where the research settings or the outputs in our field are not valid or risk having limited validity. Studying methods includes observing, questioning and validating indicators that have been used to study specific phenomena (for example, low completion time as an indicator of task difficulty). It also includes cases where the meaning of the indicators might have changed in new research contexts. The development of methodological standards is an essential topic for the long term scholarly value of results in our field.

 

Information behavior and the digital transformation (Prof. Greifeneder)

Information behavior examines how humans interact with information technology. Among other questions, the research examines why people avoid information, which patterns people use to collect and evaluate information, and also how people manage their own personal data. How humans react to and deal with the digital transformation is one of the core questions of this professor position. Two major characteristics of the digital transformation are highly personalized services and ubiquitous information use. This means that when people interact with technology, their use‐context is very different each time they use a service (ubiquity), and very different between one user and another (personalization). Therefore understanding people’s information behavior during this digital transformation requires methodological approaches that explicitly take people’s context into account. It also means that we have to rethink the validity of the data that we have collected (i.e. have we measured and captured data that represent what we intended to examine, or have we just collected data that were accessible, but do not represent the situation under examination) and the ways that we analyze those data (i.e. what is a pattern in a ubiquitous personalized information use situation?).

 

Digitales Informationsverhalten von Klein- und Vorschulkindern (Kirsten Schlebbe, M.A.)

Das Projekt untersucht, wie Klein- und Vorschulkinder und ihre Familien mit digitalen und insbesondere mobilen Technologien interagieren und liefert somit einen Einblick in das alltägliche digitale Informationsverhalten dieser Nutzergruppe. Ziel des Projektes ist es zudem, die kindliche Perspektive stärker in die Informationsverhaltensforschung miteinzubeziehen. Nach einer Vorstudie im Jahr 2017 ist für den Zeitraum 2019-2020 eine weitere Studie mit multimethodischem Forschungsansatz geplant. 2018 präsentierte Kirsten Schlebbe ihre Forschungsaktivitäten im Doktorandenkolloquium der iConference und auf der LIDA-Konferenz. Darüber hinaus diskutierte sie ihre Ideen im Frühjahr 2017 mit anderen jungen Wissenschaftlern im Rahmen der zweiten DigiLitEY Training School in Madrid. Ihre weiteren Interessengebiete sind qualitative Forschungsmethoden im Allgemeinen sowie verschiedene methodische und ethische Aspekte der Forschung mit Kindern und Familien.

 

User Experience Methodenforschung mit SeniorInnen (Vera Hillebrand, M.A)

Die Methoden der User Experience Forschung sind auf körperlich unbeeinträchtigte Menschen ausgerichtet. Der Anteil älterer Menschen, die technische Geräte und Applikationen nutzen wollen wird steigen. Ziel des Projektes ist es, bereits bekannte Methoden zu verändern und neue Methoden zu entwickeln um die Forschung mit älteren, körperlich eingeschränkten Menschen zu ermöglichen.