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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Bibliotheks- und Informations­wissen­schaft

Monobachelor Informationsmanagement & Informationstechnologie

Für Erstsemester im im Monobachelorstudiengang Informationsmanagement und Informationstechnologie wird ab WS2017/18 eine neue Studien- und Prüfungsordnung gelten. Es gibt die Möglichkeit für schon immatrikulierte Bachelorstudierende, in die neue Studien- und Prüfungsordnung zu wechseln. Eine Einführungsveranstaltung zu den Änderungen sowie weitere Informationen werden rechtzeitig vor Semesterbeginn bekanntgegeben. Wegen dieser Änderungen ist momentan noch keine Abbildung und Belegung von Kursen für das Wintersemester möglich (auch für höhere Semester), diese werden aber rechtzeitig vor Semesterbeginn veröffentlicht. Außerdem werden über den IBI-Mitteilungs-Moodle-Kurs rechtzeitig weitere Informationen verschickt werden.

 

 


Studienprofil

Der Monostudiengang kombiniert Lehrangebote des Instituts für Bibliotheks- und Informationswissenschaft und des Instituts für Informatik in einem auf computergestützte Informationsprozesse fokussierten Programm.

Ziel des Studienganges ist die Vermittlung der wesentlichen technischen und organisatorischen Grundlagen zur Erschließung, Speicherung, Vermittlung, Darstellung, Suche und Analyse von Informationen und Wissen in all seinen Erscheinungsformen.

Die Studierenden erhalten technische und analytische Fähigkeiten und Kompetenzen in der Erschließung, Speicherung, Vermittlung, Darstellung, Suche und Analyse von Informationen in computergestützten Systemen. Das Studium vermittelt dazu Wissen über gängige Systeme und Techniken der Informations- und Wissensverwaltung, insbesondere in Bezug auf die Organisation und Strukturierung von Daten.

Von einem Informatikstudium unterscheidet sich der Studiengang durch die explizite Ausrichtung an bestehenden organisatorischen, gesellschaftlichen, und verwaltungstechnischen Strukturen (Verlage, Bibliotheken, Behörden, Unternehmen etc.), die Einbeziehung von Themen im Umfeld digitaler Medien und der Betonung gesellschaftspolitischer Fragen. Aufgrund des akzentuierten Anwendungsbezugs stehen technische und theoretische Grundlagen der Informatik weniger im Fokus als in einem klassischen Informatikstudium. Gleichwohl werden durch mindestens fünf Mathematik bzw. Informatikmodule, die gemeinsam mit Informatikstudierenden besucht werden, auch fundierte Kenntnisse in Informatikkernthemen wie Software-Entwicklung, Algorithmen und relationale Datenbanken, vermittelt.

Von einem Bibliotheks- und Informationswissenschaftsstudium unterscheidet sich der Studiengang durch eine stärkere Fokussierung auf die technischen Grundlagen des Informationsmanagements, die Einbeziehung formaler und mathematischer Grundlagen, und die stärkere Vermittlung von Wissen zum Entwurf, der Entwicklung und dem Betrieb informationsverarbeitender Systeme.

Berufsfelder & Qualifizierung

Am Arbeitsmarkt eröffnen sich vielfältige Perspektiven für die Absolventinnen und Absolventen des Studienganges. Die Nachfrage nach technisch kompetenten Absolventinnen und Absolventen im Bereich der Informationsinfrastruktur ist erfahrungsgemäß sehr hoch. Sie können in Positionen eingestellt werden, die sowohl Information-, System- und Nutzermodellierung bzw. –forschung verlangen als auch angewandte Systementwicklung. So liegen die Angebote in IT-Berufsfeldern wie Anwendungsbetreuung, Anwendungsanalyse, Datenbanken, IT Beratung oder technische Redaktion kontinuierlich im hohen dreistelligen Bereich . Gerade in Berlin mit seiner tendenziell überalterten Belegschaft in der öffentlichen Verwaltung ist in Zukunft ein erheblicher Bedarf an IT-kompetenten Neueinstellungen zu erwarten (siehe z.B. Programme des Landes Berlin zur „ServiceStadt Berlin“ oder die Hightech-Strategie der Bundesregierung mit ihren Ausführungen zur Bedeutung von eGoverment).

Im Vergleich zu einem Kerninformatiker eröffnen sich Absolventinnen und Absolventen des geplanten Studiengangs weitere Berufsfelder in den klassischen „Informationsbereichen“ Bibliothek, Fachinformation, Wissenschaftsorganisation, Verlag, und Archiv. Im Vergleich zu einem Absolventen des Studiengangs Bibliotheks- und Informationswissenschaft adressiert der Studiengang auch solche Berufe, die Entwurfs- und Entwicklungskompetenz für Informationssysteme benötigen.

Im Detail qualifiziert der geplante Bachelor für Positionen in folgenden Bereichen:

  • Analyse, Modellierung, Entwicklung, Einführung und Betrieb von Informationssystemen in klassischen „Informationsinstitutionen“ (Bibliothek, Dokumentation, Archiv, Verlag, Museum), aber auch allgemein in Unternehmen und dem öffentlichen Dienst (Verwaltung),
  • Konzeption, Entwicklung, Einführung und Betrieb von Daten-, Dokumenten-, Content-, Wissensmanagement-Lösungen (Medienagenturen, Verlage, Be-hörden, Unternehmen, Webwirtschaft),
  • Analyse, Organisation / Strukturierung und Präsentation von Daten / Informa-tionen (z.B. in einem journalistischem Kontext), auch und gerade im World Wide Web,
  • Analyse, Bedarfsforschung und Evaluation von Nutzern von Informationssystemen (Beratungsunternehmen),
  • Recherche und Vermittlung von wissenschaftlich-technischen Informationen / Vermittlung von Informationskompetenz (Lehre, Bildungsträger, Hochschulen),
  • Generell Einrichtungen im Umfeld von (digitalen) Bibliotheken oder Archiven,
  • Management von Informations- oder Wissenschaftseinrichtungen,
  • E-Government.

Studienstruktur

Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester. Das Studium gliedert sich in vier Semester für das Basisstudium und zwei Semester für das Vertiefungsstudium. Neben Plicht- und Wahlplichtveranstaltungen müssen außerdem ein Projektseminar sowie ein 7-wöchiges Praktikum in einer Informationseinrichtung in der vorlesungsfreien Zeit absolviert werden. Im Bereich der Berufsfeldbezogenen Zusatzqualifikationen (BZQ) darf aus einem breiten Angebot von fachspezifischen und fachübergreifenden Kursen gewählt werden. Die Veranstaltungen gliedern sich in Vorlesungen, Praktika, Projektarbeiten, Übungen, Exkursionen und Seminare.

Von 180 Studienpunkten (SP), die das Bachelorstudium erfordert, werden:

  • 85 SP als Pflichtveranstaltung (verteilt zwischen IBI und Institut für Informatik)
  • 50 SP als Wahlpflichtveranstaltung (wahlfrei zwischen IBI und Institut für Informatik*)
  • 10 SP als Projektseminar (wahlfrei zwischen IBI und Institut für Informatik)
  • 10 SP als BZQ-Veranstaltung (wahlfrei universitätsweit)
  • 10 SP als Praktikum und
  • 15 SP als Bachelorarbeit absolviert.

* Module am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft oder am Institut für Informatik, die nicht in der Studienordnung verzeichnet sind, können auf Antrag (an den Prüfungsausschuss) als Wahlpflichtmodul anerkannt werden.

Ein idealtypischer Studienverlaufsplan, der Pflicht- und Wahlpflichtmodule auf Studiensemester verteilt, kann folgendermaßen aufgebaut sein:

 

 

Studienfachberatung

Bibliotheks- und
Informationswissenschaft
Frau Dr. Gäde
Tel. (030) 2093-4226
E-Mail: maria.gaede (at) ibi.hu-berlin.de

Informatik

Prof. Dr. Verena V. Hafner
Tel. (030) 2093-3905
E-Mail: hafner (at) informatik.hu-berlin.de

Für die Anerkennung und Einstufung ist insgesamt der Prüfungsausschuss des Instituts für Bibliotheks- und Informationswissenschaft zuständig.

Vorsitzende ist Frau Prof. Dr. Vivien Petras

Kontakt

Institut für Bibliotheks- und
Informationswissenschaft

Prof. Dr. Vivien Petras
Dorotheenstr. 26
10117 Berlin
Tel. (030) 2093-4325
E-Mail: vivien.petras (at) ibi.hu-berlin.de

www.ibi.hu-berlin.de

Institut für Informatik

Prof. Dr. Ulf Leser
Rudower Chaussee 25
12489 Berlin
Tel. (030) 2093-3902
E-Mail: leser (at) informatik.hu-berlin.de

www.informatik.hu-berlin.de