MA Wissenschaftsforschung
Auf dieser Seite finden Sie wichtige Dokumente und Informationen zum Masterstudiengang Wissenschaftsforschung. Die Lesefassung der Studien- und Prüfungsordnung bietet eine kombinierte Übersicht über die aktuellen Module des Studiengangs.
- Studien- und Prüfungsordnung 2026 (nicht-amtliche Lesefassung)
- Internationales
- Studienberatung
- Formulare
- FAQs
Der Masterstudiengang Wissenschaftsforschung ist ein forschungsorientierter, konsekutiver Masterstudiengang. Der Studiengang wird durch das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin koordiniert. Weitere beteiligte Institute der Philosophischen Fakultät sind das Institut für Geschichte, das Institut für Philosophie, das Institut für Europäische Ethnologie sowie das Institut für Erziehungswissenschaften der Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät. Im Studiengang findet eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Robert K.-Merton Zentrum für Wissenschaftsforschung, dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) am Standort Berlin und dem Center for Open and Responsible Research (CORe) statt.
Studienstruktur
Die Regelstudienzeit des Masterstudiengangs beträgt vier Semester. Das Masterstudium gliedert sich grob in eine Aufbau-, Explorations- und Vertiefungsphase, sowie eine Praxis- und Abschlussphase. Der Masterstudiengang Wissenschaftsforschung beinhaltet Module im Umfang von insgesamt 120 LP und gliedert sich in einen Pflichtbereich (90LP), einen Wahlfplichtbereich (20LP), bei dem aus einem Kanon an Modulen ausgewählt werden kann und einen vollständig frei wählbaren überfachlichen Wahlpflichtbereich (10LP). Module des Pflichtbereichs können zum Ziele der Notenverbesserung wiederholt werden. Module können in Englisch oder Deutsch angeboten werden. Teilweise werden Prüfungen für Studierende wahlfrei in deutscher und englischer Sprache angeboten. Im dritten Semester ist die Möglichkeit für ein optionales Auslandssemester vorgesehen.
Aufbauphase
In der Aufbauphase werden Grundlagen der Wissenschaftsforschung vermittelt. Dies geschieht in den folgenden Pflichtmodulen:
- MP1: Einführung in die Wissenschaftsforschung
- MP2: Methoden der Wissenschaftsforschung
- MP3: Einführung in die Bibliometrie
- MP4: Wissenschaft organisieren und gestalten
Explorationsphase
In der Explorationsphase können Studierende vielfältige disziplinäre Spielarten der Wissenschaftsforschung kennenlernen. Sie können dabei Ihren Blick erweitern und bilden dabei auch gleichzeitig wichtiges Reflexionswissen über disziplinäre Zugänge aus. Die Leistungen der Explorationsphase gehen nicht in die Endnote ein. Die Explorationsphase findet in den folgenden Wahlpflichtmodulen statt:
- MWP 1: Wissenschaftsethnographie (am Institut für Europäische Ethnologie)
- MWP 2: Wissenschaftsphilosophie (am Institut für Philosophie)
- MWP 3: Hochschulforschung (am Institut für Erziehungswissenschaften)
- MWP 4: Wissenschaftsgeschichte (am Institut für Geschichte)
- MWP 5: Informationswissenschaft (am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft)
Vertiefungsphase
In der Vertiefungsphase besteht die Möglichkeit sich intensiv mit fortgeschrittenen Methoden der Wissenschaftsforschung und aktuellen Themen- und Theoriediskussionen auseinanderzusetzen. Dies geschieht in den folgenden Wahlpflichtmodulen:
- MWP 6: Aktuelle Themen und Theorien der Wissenschaftsforschung
- MWP 7: Fortgeschrittene Methoden der Wissenschaftsforschung
Praxis- und Abschlussphase
In der Praxis- und Abschlussphase wird das Gelernte praktisch umgesetzt. Zunächst in einem Projektmodul, indem das Gelernte praktisch umgesetzt wird. Weitere praktische Einblicke in das vielfältige Tätigkeitsfeld von Wissenschaftsforscher:innen erlaubt ein Praktikum (5 Wochen, Teilzeit möglich). Dies geschieht in den folgenden Pflichtmodulen:
- MP5: Projektmodul
- MP6: Praktikum
Den Abschluss des Studiums bildet das verpflichtende Abschlussmodul (MP7), welches aus einer schriftlichen Qualifikationsarbeit und deren mündlichen Verteidigung besteht.
Zielgruppe des Studiengangs
Die Zielgruppe des Studiengangs ist vielfältig und, so wie die Wissenschaftsforschung selbst, interdisziplinär orientiert und bietet Absolvent:innen zahlreiche Berufsmöglichkeiten und möchte unterschiedliche Zielgruppen erreichen. Zu diesen zählen u.a.:
- Student:innen aus Disziplinen wie Soziologie, Philosophie, Politikwissenschaft, Verwaltungswissenschaft, Ethnographie, Bibliotheks- und Informationswissenschaft, Geschichte oder verwandten Bereichen, die sich für eine sozialwissenschaftliche Reflexion über Wissenschaft und ihre Systeme interessieren,
- Student:innen aus allen Bereichen der Wissenschaft mit einer Affinität zu einer sozialwissenschaftlich geprägten Auseinandersetzung mit Wissenschaft,
- Student:innen mit Interesse an interdisziplinären Fragestellungen, die Wissenschaft an der Schnittstelle zu Gesellschaft, Politik und Technologie verstehen und diese Schnittstellen mitgestalten möchten,
- Student:innen mit Karrierezielen in der Politikberatung oder Wissenschaftspolitik und wissenschaftsunterstützenden Bereichen,, die tiefergehendes Wissen über das Funktionieren von Wissenschaften und Indikatoren suchen.
Berufsfelder des Studiengangs
Der Masterstudiengang bereitet Sie sowohl auf eine akademische Laufbahn im Bereich der Wissenschaftsforschung als auch auf anspruchsvolle Tätigkeiten an der Schnittstelle von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft vor. Durch die Kombination aus Theorie, methodischer Exzellenz und Praxiserfahrung bietet das Studium ein hervorragendes Beschäftigungspotenzial im In- und Ausland.
Hierzu vermittelt ein breites Spektrum an Wissen und Fähigkeiten:
- Systemwissen: Tiefgreifendes Verständnis des Wissenschaftssystems und seiner Institutionen.
- Methodenstärke: Fortgeschrittene Kenntnisse in der quantitativen (insb. Bibliometrie) und qualitativen Forschung.
- Transferleistung: Fähigkeit, komplexes Wissen zielgruppengerecht für Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aufzubereiten.
- Projektmanagement: Souveränität in auftragsforschungs- und drittmittelorientierten Arbeitsumfeldern.
Das Feld der Wissenschaftsforschung wächst durch zunehmende Professionalisierung und die globale Bedeutung des Sektors stetig. Absolvent:innen qualifizieren sich für:
- Wissenschaft & Forschung: Interdisziplinäre Forschung zu Wissensproduktion und Systemwandel.
- Wissenschaftsmanagement & -politik: Evaluation von Forschungsleistungen und strategische Beratung.
- Internationale Organisationen: Analyse und Vergleich globaler Förder- und Wissenschaftssysteme.
- Forschungsorganisationen: Strategische Beobachtung des Wettbewerbsumfelds.
Der Masterstudiengang bereitet Sie auf Schnittstellenpositionen in folgenden Bereichen vor:
- Wissenschaftspolitik & Koordination: Institutionen, die zwischen Forschung und Politik vermitteln, wie etwa der Wissenschaftsrat.
- Hochschulmanagement & Leitungsebene: Strategische Abteilungen von Universitäten und Fachhochschulen, die sich mit der Profilbildung, Evaluation (z. B. Exzellenzstrategie) und Systembeobachtung befassen.
- Forschungsförderung: Organisationen wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), projektträgerbegleitende Einrichtungen oder Fachministerien des Bundes und der Länder.
- Methodenentwicklung & Datenanalyse: Fachabteilungen bei großen Datenanbietern und Institutionen, die wissenschaftsrelevante Indikatoren entwickeln und anwenden.
- Wissenschaftliche Politikberatung: Einrichtungen der öffentlichen Forschungspolitik, die auf fundierte Systemanalysen angewiesen sind.
- Evaluations- & Akkreditierungsagenturen: Kommerzielle Dienstleister im Bereich der Qualitätssicherung und Zertifizierung im Forschungs- und Bildungswesen.
Wissenschaftsforschung am Standort Berlin
Die Humboldt-Universität zu Berlin bietet durch ihre exzellente Vernetzung und die fachliche Breite ihrer Institute ein ideales Umfeld für diesen Masterstudiengang. Eingebettet in die Berlin University Alliance (BUA) profitiert das Studium von Schwerpunkten wie der Qualitätssicherung in der Wissenschaft und neuen Kooperationsformen zwischen Forschung und Gesellschaft. Weiterhin zeichnet sich Berlin durch eine einmalige Dichte an Akteuren aus: Neben renommierten Partnern wie dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) sind hier zentrale wissenschaftspolitische Organe wie der Wissenschaftsrat, das Bundesforschungsministerium sowie bedeutende Intermediäre und Projektträger ansässig. Diese räumliche Nähe ermöglicht eine tiefgehende Verzahnung von Theorie und Praxis.
Studienbeginn und Einschreibefristen
Der Studienbeginn ist zum Wintersemester möglich. Der Studiengang ist momentan NC-frei. Die Bewerbungsfrist entnehmen Sie bitte den aktuellen akademischen Terminen und Fristen der Humboldt-Universität zu Berlin.