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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Bibliotheks- und Informations­wissen­schaft

Abstracts Wintersemester 2012/13

 


 

24.10.2012:

Open Science – Chancen und Herausforderungen der digitalen Wissenschaft - Podiumsdiskussion der Open-Access-Week im Auditorium des Grimm-Zentrums

 


 

30.10.2012:

Metadatenmanagement: Mable+ als Werkzeug zur Datenanalyse und -modifikation - Julia Goltz, Kooperativer Bibliotheksverbund Berlin Brandenburg (KOBV)


Bibliotheken verfolgen mit ihren Katalogen seit jeher das Ziel, einen konsistenten, möglichst redundanzfreien Nachweis über ihre Bestände zu führen. Kataloge werden aber heutzutage nicht mehr nur lokal, sondern an unterschiedlichsten Stellen mit zum Teil regionaler und globaler Ausrichtung verfügbar gemacht. Dabei werden Bestände mehrerer Kooperationspartner gemeinsam angeboten, wodurch der selbst gesetzte Maßstab – Konsistenz und Redundanzfreiheit – eine weitere Dimension gewinnt. Es entstehen stark heterogene Datenbestände, auf die Bibliotheken ihre Dienste aufsetzen, obwohl sie deren Qualität zunehmend schwerer beurteilen können. An dieser Stelle setzt die Open-Source-Entwicklung Mable+ an. Das im Kooperativen Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg (KOBV) gemeinsam mit dem Bayerischen Bibliotheksverbund (BVB) entwickelte Programm soll heterogene Daten durch Metadatenanalyse und -modifizierung derart behandeln, dass sie qualitativ für unterschiedliche Dienste nutzbar werden.

Video zum Vortrag

 

 


 

06.11.2012

"Halloween Lecture 2012": Der Tod liest mit... Seuchengeschichtliche Aspekte im Buch- und Bibliothekswesen - Dr. Eric Steinhauer, UB Hagen


Zu diesem Vortrag gibt es wie immer kein Absract.

 


 

13.11.2012:

Sprachtechnologie für die Wissensextraktion - Prof. Dr. Hans Uszkoreit, Leiter des DFKI Sprachtechnologie, Saarbrücken


Die Erkennung von neuen Informationen aus großen Mengen von digitalen Texten wird heute bereits in sogenannten Business/Military/Security Intelligence Anwendungen eingesetzt. Ein weiteres Einsatzgebiet ist der systematische Aufbau großer spezialisierter Wissensbasen. Viele Methoden der automatischen Erkennung von Fakten, Ereignissen, Meinungen und Beziehungen können als Formen der Relationsextraktion aufgefasst und realisiert werden. Interessant sind hierbei insbesondere Erkennungsmethoden, die aus wenigen oder vielen semantischen Beispielen Muster lernen, mit denen dann neue Instanzen der relevanten Relationen identifiziert werden können. Der Vortrag beginnt mit einem vergleichenden Überblick über einige dieser sprachtechnologischen Lernverfahren. Dann werden neue Ergebnisse vorgestellt, die große, frei verfügbare Wissensbanken wie Sago oder Freebase als Ausgangsmaterial für die Gewinnung von Beispielen für das Lernen einsetzen. Weiterhin werden Methoden gezeigt, um die Erkennungsgenauigkeit zu erhöhen. Daran anschließend soll anhand von Beispielen demonstriert werden, welche sprachtechnologischen Informationsextraktionsverfahren auch auf die anspruchsvollen Textsorten der wissenschaftlichen Publikation angewendet werden können. In dem Zusammenhang werden Werkzeuge zur semantischen Suche in wissenschaftlichen Texten vorgestellt. Der Vortrag schließt mit einem Ausblick auf künftige Anwendungen zur Wissensgewinnung aus freien Texten.

Folien zum Vortrag

 

 


 

20.11.2012:

"Als wäre es ein Unternehmen" – über die Konzeption von IT-Prozessen in Bibliotheken - Jens Wonke-Stehle, Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg


Bibliotheken entwickeln Software oder passen sie an, betreiben Server und verwenden kommerzielle Software-Produkte. Mit der seit Einführung der ersten elektronischen Kataloge dramatisch gestiegenen Aufgabenvielfalt der Bibliotheks-IT sind auch die Anforderungen an sie gestiegen. Die IT soll dafür sorgen, dass die Bibliothekswebsite gut aussieht, der OPAC funktioniert, lizensierte, elektronische Dokumente von genau der richtigen Benutzergruppe unter genau den richtigen Umständen aufgerufen werden können, Dissertationen auf dem Bibliotheksrepositorium optimal von Suchmaschinen gefunden werden, an Nutzerarbeitsplätzen gearbeitet werden kann, Kopierer ihren Dienst tun, alte Drucke digitalisiert werden und vieles mehr. Es gibt kaum noch einen Bereich in Bibliotheken, der nicht von IT durchdrungen oder von ihr unterstützt wird. Oft geschieht dies aber unsichtbar, unspektakulär im Hintergrund. Die Bedeutung der IT für die Bibliothek wird mitunter dann erst sichtbar, wenn Systeme ausfallen. Um verlässlich in gleichbleibend guter Qualität IT-Dienstleistungen erbringen zu können, wurden IT Service Management Frameworks wie die IT Infrastructure Library (ITIL) entwickelt. Anhand von Fallstudien werden Aufwände und Nutzen der Einführung von ITIL in Bibliotheken diskutiert und es wird eine Perspektive vorgeschlagen, die IT weniger als Ort zur Externalisierung von zu bewältigenden, technischen Problemen und mehr als einen unverzichtbaren Teil zur Erbringung des Dienstleistungspotentials der Bibliothek sieht.

Video zum Vortrag

 

 


 

27.11.2012:

Zwischen Bibliothekaren und Bücherwürmern: Gesellschaftliches und politisches Engagement von Information Professionals - Shaked Spier, IBI, HU Berlin


In der Epoche der Informations- und Wissensgesellschaft, mehr als je zuvor, haben Information Professionals (Bibliothekar_Innen sowie andere Informationsberufe) einen wichtigen Beitrag zu öffentlichen, gesellschaftlichen und politischen Debatten zu leisten. Tagtäglich geschehen Ereignisse, die aus einer fachlichen und informationsethischen Sicht betrachtet werden sollen und von der Information Community nicht unkommentiert gelassen werden können. Letzten Endes haben diese Ereignisse eine bedeutende Wirkung auf die Praxis der Informationsberufe, und noch wichtiger – auf die Gesellschaft, in der diese Berufe agieren. Doch inwieweit findet eine solche Diskussion innerhalb des Berufsumfeldes statt? Und wie wird diese nach außen kommuniziert? Welche Rolle erfüllen Forschung, Lehre, Praxis und professionelle Verbände? Als Forschungs- und Ausbildungseinrichtung muss sich das IBI mit diesen Fragen auseinandersetzen, um diese Themen als festen Bestandteil des beruflichen Diskurses zu etablieren. Für diese BBK-Veranstaltung ist eine Diskussion zum Thema vorgesehen.

Video zum Vortrag (ohne Diskussion)

 


04.12.2012:

Streamlining Collection Development: the Case for Selectors and Limits of Patron Driven Acquisitions - Dr. Sebastian Hierl, American Academy, Rom


The depth of the collections and volume of acquisitions at Harvard, the largest academic library in the world, requires close coordination between selectors and Technical Services, with detailed attention to process. From the method of selection to the final placement of the book on the shelf, procedures must be evaluated for their efficiency, while maintaining rigorous attention to specialized and non-mainstream publications. The necessity to maintain the quality and depth of Harvard's collection requires the expertise of dedicated bibliographers, while the volume of acquisitions requires streamlined procedures in Acquisitions and Cataloging. This paper explores the tensions and the balance achieved between these two seemingly contradictory imperatives, with some thoughts on the application and limits of Patron Driven Acquisitions in the context of large research libraries.

Video zum Vortrag

 


 

11.12.2012:

Diversity in French libraries: concepts, contexts and issues - Raphaëlle Bats, ENSSIB, Lyon


The issue of diversity in library covers many aspects of our profession, starting with the diversity of librarians themselves, the diversity of collections, the diversity of the public ... The word "diversity" itself maintains a blur which is not satisfying. In this paper, we shall examine this concept to rethink libraries who can only accomplish their social role if they are accompanied by public policies, schools for training librarians, professional associations... We will question the notions of territory, communities, public service and we focus on the dynamics initiated by french libraries regarding services to migrants, LGBT collections, the fight against stereotypes, gender issues...


La question de la diversité en bibliothèque concerne un grand nombre d'aspects de notre profession, à commencer par la diversité des bibliothécaires eux-mêmes, la diversité des collections, la diversité des publics...Le mot-même de diversité entretient un flou dont nous ne pouvons nous satisfaire. Dans ce papier, nous interrogerons ce concept pour le repenser dans des bibliothèques dont le rôle social pour pouvoir s'exercer pleinement doit être accompagné par les politiques publiques, la formation des bibliothécaires, les associations professionnelles. Nous interrogerons ainsi les notions de territoire, de communautés, de service public et nous nous intéresserons à des dynamiques amorcées par des bibliothèques en ce qui concerne l'accueil des migrants, les collections LGBT, la lutte contre les stéréotypes, les questions de genre...

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18.12.2012:

Früh übt sich: Wie aus Nichtnutzern Bibliothekskunden werden - Barbara Schleihagen, Geschäftsführerin des Deutschen Bibliotheksverbandes


Zur Bibliotheksnutzung in Deutschland liegen nur wenige empirische Studien vor, die in vielen Fällen räumlich wie thematisch und damit in ihrer Aussagekraft begrenzt sind. Daher bestand schon länger im Deutschen Bibliotheksverband der Wunsch, eine bundesweit repräsentative Untersuchung durchführen zu können, damit Bibliotheken mit Basisinformationen über Erwartungen, Bedürfnisse und Mediennutzungsgewohnheiten neue Kunden besser ansprechen können. Mit Mitteln des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien konnten wir in Kooperation mit der Stiftung Lesen diese Untersuchung durchführen. Ziel dieser Studie war es, empirisch fundierte und flächendeckende Erkenntnisse über die Gruppe der Nichtnutzer und deren Gründe für die Nichtnutzung zu gewinnen. Die so gewonnenen Rückschlüsse und Empfehlungen können Bibliotheken bei der Entwicklung individueller Ansprachen und Angebote für die verschiedenen Zielgruppen unterstützen, um Nichtnutzer und ehemalige Nutzer gezielter zu erreichen und sie (wieder) in die Bibliotheken zu locken. Unser langfristiges Gesamtziel ist es, den Anteil der Bibliothekskunden mittel- und langfristig zu steigern. Was hier möglich ist, zeigt der europäische Vergleich: Die Nutzerzahl liegt in der Mehrheit der europäischen Länder über der Deutschlands mit seinen 28 Prozent. Der europäische Durchschnitt liegt bei 36 Prozent Bibliotheksnutzern. Bei den Spitzenreitern (Finnland, Schweden, Dänemark) kehren sich die Verhältnisse sogar um: dort teilt sich die Bevölkerung in zwei Drittel Nutzer und ein Drittel Nichtnutzer. Mit der Studie liegt jetzt zitierfähiges Zahlenmaterial vor, das für eine überzeugende, politische Argumentation auch auf lokaler Ebene unabdingbar ist.

Video zum Vortrag

 


15.01.2013:

Gibt es Unterschiede im Publikationsverhalten von weiblichen und männlichen Wissenschaftlern? - Paul Donner, IBI, HU Berlin


Welchen Einfluss hat das Geschlecht von Wissenschaftlern auf ihre Publikationstätigkeit? In diesem Vortrag werden Ergebnisse aus einer Masterarbeit am IBI vorgestellt, die sich dieser Fragestellung mit bibliometrischen Methoden nähert. Es werden die wesentlichen Resultate statistischer Auswertungen von naturwissenschaftlichen Publikationen aus mehreren europäischen Ländern erläutert und die Veränderungen in den letzten drei Jahrzehnten herausgearbeitet.

Folien zum Vortrag

 


 

22.01.2013:

New and established professionals – getrennte Gremien und gemeinsame Arbeit in internationalen Verbänden? - Podiumsdiskussion – Moderatorin: Barbara Lison, IFLA-Nationalkomitee


Berufseinsteiger wie erfahrene Kolleginnen und Kollegen engagieren sich in internationaler Verbandsarbeit, um gemeinsam die Bibliotheks- und Informationsarbeit voranzubringen und den Austausch zu stärken. Dabei können die Erwartungen an die Verbände und kann die Vorgehensweise innerhalb der Verbandsaktivität bei Berufseinsteigern anders gewichtet sein als bei erfahrenen Kollegen. Dies kann durch die Anwendung sozialer Kommunikationsmethoden noch verstärkt werden. Der ‚Nachwuchs‘ organisiert sich innerhalb der IFLA in einer Arbeitsgruppe, um als Berufseinsteiger die speziellen Anliegen auszutauschen. Die erfahrenen Kollegen unterstützen die Neueinsteiger und bringen ihre Berufserfahrung in die internationale Gremienarbeit ein. Laufen diese Entwicklungen zusammen oder driften sie auseinander?

Es diskutieren:
Julia Goltz (Teilnehmerin an der CyclingforLibraries-Tour 2012)
Dr. Petra Hauke (tbc) (Mitglied in der IFLA-Sektion ‚Ausbildung und Schulung‘ und Mitinitiatorin von ‚Adopt a Student‘)
Ulrike Lang (Vorsitzende der IFLA-Sektion ‚Berufliche Fortbildung und Schulung am Arbeitsplatz‘ und Mitinitiatorin von ‚walk the talk‘)
Julia Mayer (Koordinatorin des deutschen IFLA-Expressteams 2012)
Barbara Schleihagen (Mitglied in der IFLA-Sektion ‚Management von Bibliotheksverbänden‘ und IFLA-Vorstandsmitglied 2007-2011)

Moderation: Barbara Lison (Vorsitzende des IFLA-Nationalkomitees und IFLA-Vorstandsmitglied 2011-2013)
Initiator: IFLA-Nationalkomitee.
Weitere Informationen: Sekretariat des IFLA-NK Hella Klauser: klauser@bibliotheksverband.de

 


 

29.01.2013:

EDM+ und DM2E: Anmerkungen zum heuristischen Potential des Europeana Data Model - Prof. Dr. S. Gradmann, S. Hennicke, J. Iwanowa, E. Dröge , IBI, HU Berlin


DM2E, Digitised Manuscripts to Europeana, focuses on the development of a suite of Linked Data tools that will enable more libraries and archives to provide digital content to Europeana – Europe’s cultural heritage portal and virtual source repository. The project aims to technically enable as many content providers as possible to integrate their content into Europeana. Since different providers make their data available in different formats, a toolset has to be developed that converts metadata from a diverse range of source formats into the EDM (Europeana Data Model). The EDM serves as a global foundational model which offers the opportunity for further extensions. One of DM2E’s targets is to build a specialization that combines the structure of the new Scholarly Domain and Discourse Model as well as specific provider-related modellings with the current EDM. This specification, which is temporary called EDM+, facilitates semantically correct mappings on manuscripts like the Wittgenstein archive that were previously not represented on Europeana. Furthermore, with the use of the EDM+, it is possible to design and develop new innovative applications for the scientific community like the DM2E tools Pundit and Korbo which enable semantic annotations made by user communities. The software to be developed will allow the contextualisation and linking of vast cultural heritage data sets. Building on top of Europeana, the DM2E tools will enable scholars to connect and contextualise manuscripts from all over Europe in new and exciting ways.

Video zum Vortrag

 


 

05.02.2013:

Wege zum Personalbedarf Virtueller Fachbibliotheken - Stefan Rauhut, UB Leipzig


Innerhalb der Betriebsführung allgemein und dem Personalmanagement im Besonderen kommt dem Personalbedarf eine elementare Funktion zu. Diese Kenngröße vermittelt, welche personelle Ausstattung in quantitativer und qualitativer Hinsicht erforderlich ist, um eine Organisationseinheit in die Lage zu versetzen, die ihr zugeschriebene Gesamtaufgabe zu erfüllen. In der Praxis sind Personalbedarfsermittlungsverfahren aber
dennoch eher eine Seltenheit. Dies gilt sowohl für die Privatwirtschaft als auch für den Öffentlichen Dienst.
Bezogen auf die Virtuellen Fachbibliotheken (ViFas) birgt die Thematisierung der erforderlichen Personaldecke noch weitere Brisanz. In der Frage, welchen Personalbedarf die als Fachservices konzipierten ViFas aufweisen, treffen ein bibliothekswissenschaftliches Desiderat, eine forschungsökonomische sowie konzeptionelle Herausforderung und ein heißes Eisen der Bibliothekspolitik aufeinander.