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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Bibliotheks- und Informations­wissen­schaft

Abstracts Sommersemester 2013

Sofern nicht anders angegeben stehen alle Videos, Folien oder sonstige Aufzeichnungen der Vorträge unter einer CC-BY-NC-ND-Lizenz.

 


 

09.04.2013:

Integrierte Virtuelle Forschungsumgebungen am Beispiel eSciDoc in der Max-Planck-Gesellschaft – Malte Dreyer, CMS HU Berlin


Durch den Horizon 2020 Report der EU, den Förderlinien der DFG und ESFRI sowie den aktuellen Empfehlungen des Wissenschaftsrats hat das Thema digitaler Forschungsinfrastrukturen und Virtueller Forschungsumgebungen auch im geisteswissenschaftlichen Bereich breite Diskussion und Aktivitäten angeregt. Die Fragestellung gemeinsam genutzter Infrastrukturen, gemeinsamer Entwicklungen und Nachnutzungen der Lösungen Anderer hat auch zu neuen Kooperationsmodellen zwischen Forschung und Infrastruktureinrichtungen sowie zur Bildung größerer nationaler und internationaler Konsortien im geisteswissenschaftlichen Bereich beigetragen. Bestehende Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsansätze müssen hinterfragt und neu überdacht werden. Der Vortrag stellt Aktivitäten aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich exemplarisch vor und vergleicht gewählte Ansätze. Am Beispiel von eSciDoc werden die gesammelten Erfahrungen beim Aufbau einer solchen Infrastruktur hinsichtlich funktioneller, technischer und organisatorischer Aspekte sowie möglicher Nachhaltigkeitsmodelle vorgestellt und diskutiert. Neben möglichen Perspektiven soll auch ein Ausblick zu den Aspekten von Open Science bzw. Open Access im Rahmen von Forschungsinfrastrukturen und im Vergleich zu konventionellen Publikationsformaten geboten werden.

Audioaufnahme des Vortrags

Folien zum Vortrag

 

 


 

16.04.2013:

Diskussion: Neue Arbeitsfelder in Bibliotheken – Kooperation mit BIB Landesgruppe Berlin, Moderation: Frank Redies (Vorsitzender der BIB Landesgruppe Berlin)


Tätigkeiten im Arbeitsfeld Bibliothek und Information unterliegen kontinuierlicher Veränderung und Weiterentwicklung. In den letzten Jahren ist festzustellen, dass sich mit neuen Aufgaben(-spektren) neue Arbeitsfelder entwickeln bzw. aus Sicht einer Organisationsentwicklung in Bibliotheken und Informationseinrichtungen Strukturen und Prozesse einzubinden sind. Für die Qualität und Entwicklung von Dienstleistungen und Angeboten in neuen Arbeitsfeldern, die für Bibliotheken und Informationseinrichtungen relevant sind, sind auf Seiten der Mitarbeitenden neue (Dienstleistungs-)Kompetenzen notwendig, erforderlich und zu entwickeln. "

Aus: BIB-Jahresthema 2013 /2014 Neue Arbeitsfelder in Bibliotheken

Zu dieser Veranstaltung gibt es leider keine Aufzeichnung.

 

 


 

23.04.2013

Measuring the outcome of public libraries in the Netherlands. An introduction to the research program and findings from a quantitative study – Marjolein Oomes, Netherlands Institute for Public Libraries (SIOB) / University of Amsterdam


The value of public libraries in the Netherlands to communities and society at large is less taken for granted than it was in the past. The digitisation of media, information and communication gives rise to questions about the library’s function, as it still is based mainly on physical service provision. Furthermore, the current economic recession causes local, regional and national governments to critically question every euro spent on cultural institutions. Libraries are therefore more and more urged to document their value and demonstrate their relevance to citizens, commentators and politicians. As standardised measurements for these values are still lacking, a research program was started by the Netherlands Institute for Public Libraries to develop these outcome measurements. In this presentation, we sketch the rationale behind this program and present a theoretical framework of the (possible) impact of libraries on Dutch society, based on the findings of a literature study and qualitative research. We then zoom in on the findings of a quantitative study among a representative sample of 1.500 Dutch citizens on the perception of the library outcomes. Respondents were asked whether they recognise the public library’s contribution to societal welfare in the benefits they themselves (could) derive from this institution in the outcome fields that are distinguished in the framework.

Aus rechtlichen Gründen ist das Video zum Vortrag leider nur für in den BBK-Moodle-Kurs eingeschriebene HU-Mitglieder verfügbar.

 

 


 

07.05.2013:

How to do things with information – Prof. Jens-Erik Mai, Royal School of Library and Information Science (Kopenhagen)


In information studies information is organized, used, disseminated, stored, retrieved, collected, managed, evaluated, transformed, transferred, sought and measured. Information behaves, interacts with humans and computers, has an ethics, certain properties and is represented. It informs people and when combined is transformed to knowledge. People suffer from information overload, have information anxiety and need information to do things. There are information grounds, information work and information things. Through the history of information studies information has been reified to become a substance that is now moved between entities and systems to do things. In this talk I will explore this information phenomenon and provide a vision for information studies in which information is brought back to its particularistic meaning. This will anchor information studies in the fundamental relation between people and reality in which information is concerned with interpretation, meaning-making, classification, storytelling, remembering and forgetting things.

Audioaufnahme des Vortrags

Folien zum Vortrag

 

 


 

14.05.2013:

Paneldiskussion: Wie sieht die Bibliothek von morgen aus und sind unsere jetzigen Bibliotheks-Neubauten darauf vorbereitet? Eine Zukunftsvision für 2023. – Moderation: Prof. Michael Seadle, Veranstaltungsort: Grimm-Zentrum


Zur Veranstaltungswebsite

Videoaufnahme der Veranstaltung (Das Herunterladen wird aufgrund der Größe der Datei unter Umständen einige Zeit in Anspruch nehmen.)

 

 


 

21.05.2013:

"It's all about data." – Stand und Entwicklung im Umgang mit digitalen Forschungsdaten an der HU Berlin – Maxi Kindling, Prof. Dr. Peter Schirmbacher, Elena Simukovic, IBI/CMS HU Berlin


Für multidisziplinäre Einrichtungen wie die Humboldt-Universität zu Berlin bringen die Speicherung, Aufbereitung, Nutzung und Bereitstellung digitaler Forschungsdaten vielfältige Herausforderungen mit sich. Die Unterstützung dieser Prozesse ist ein neuartiges Aufgabengebiet für die Service- und Infrastruktureinrichtungen der Hochschulen in Deutschland. Das Forschungsdatenmanagement wird an der HU Berlin durch eine Projektstelle unterstützt, die in Kooperation von Computer- und Medienservice, Universitätsbibliothek, Forschungsabteilung und dem Vizepräsidium für Forschung im August 2012 geschaffen wurde. Inhaltlich begleitet wird dieses Vorhaben durch den Lehrstuhl Informationsmanagement am IBI, an dem eine intensive Auseinandersetzung mit entsprechenden Anforderungen und Lösungsansätzen zum Forschungsdatenmanagement erfolgt. Der Vortrag bietet eine Einführung in das Forschungs- und Aufgabengebiet digitale Forschungsdaten an der HU Berlin. Im Projekt Forschungsdatenmanagement wurde eine breit angelegte Umfrage mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an der HU durchgeführt, um den Status quo im Umgang mit digitalen Forschungsdaten zu erfragen und um näher bestimmen zu können, welche Anforderungen an zukünftige Service- und Infrastrukturangebote der HU gestellt werden. Der Vortrag präsentiert ausgewählte Resultate der Umfrage. Weiterhin wird das Projektmodul „Der Umgang mit digitalen Forschungsdaten an der HU Berlin“ (Wintersemester 2012/13) vorgestellt. Das Ergebnis des Projektmoduls ist ein Empfehlungspapier zur Strategieentwicklung für das Forschungsdatenmanagement an der HU.

Zur Projektseite

Video zum Vortrag

 

 


 

28.05.2013:

Handbuch Methoden der Bibliotheks- und Informationswissenschaft – Bericht über ein Publikationsprojekt und seine Ziele – Prof. Dr. Simone Fühles-Ubach, Dr. Petra Hauke, Prof. Michael Seadle, Prof. Dr. Konrad Umlauf, FH Köln/IBI


Ein deutschsprachiges Handbuch der Methoden der Bibliotheks- und Informationswissenschaft fehlte bisher. Jetzt geben Prof. Dr. Simone Fühles-Ubach, Dr. Petra Hauke, Prof. Michael Seadle und Prof. Dr. Konrad Umlauf den ersten Band dieser Art heraus. Die kurzen Vorträge informieren über Motive, Konzept und Ziele der Publikation. Auch die Grenzen dieses ersten Unternehmens werden angesprochen. Anschließend lädt der Verlag zu einem Umtrunk.

Video zum Vortrag

 

 


 

04.06.2013:

Ontologiedesign für die Metaforschung – Der Exzellenzcluster "Bild Wissen Gestaltung" modelliert sich selbst in RDF – Dr. Christian Stein, IBI HU Berlin


Mit dem Start des Exzellenzclusters "Bild Wissen Gestaltung" im November letzten Jahres wurde eines der größten Projekte zur Erforschung von Interdisziplinarität überhaupt ins Leben gerufen. Über 20 Disziplinen arbeiten in verschiedenen Basisprojekten zusammen und kombinieren verschiedenste Methoden. Wie immer in solchen Fällen erweitert das die Perspektiven, macht aber auch viel Arbeiten und ist nicht immer einfach. Der Zusammenschluss der Disziplinen verfolgt dabei ein übergeordnetes Ziel: Die Erforschung der Funktionsweisen von Interdisziplinarität selbst - und ihre Optimierung. Daher wird der Cluster selbst zum Untersuchungsgegenstand. Die Metaforschungsprojekte "Virtuelle und Reale Architektur des Wissens", "Shaping Knowledge" und "Experiment und Beobachtung" arbeiten zusammen, um möglichst viele Informationen über Arbeitsweisen, Informationsflüsse, Verstehen und Missverstehen sowie funktionierende und nicht funktionierende Organisationsformen zu sammeln. Damit die schiere Masse dieser Informationen zugänglich und vernetzbar wird, soll sie in einer gemeinsamen RDF-basierten Ontologie zusammenfließen, die auf dem clustereigenen Triplestore-Server verwaltet wird. In diesem Vortrag soll veranschaulicht werden, wie und warum im Cluster RDF-basierte Datenmodellierung erfolgt und welche neuen Möglichkeiten sich daraus für die Metaforschung ergeben.

Video zum Vortrag

 

 


 

11.06.2013:

Ein Heim für Waisenkinder. Der Referentenentwurf des Justizministeriums für ein Gesetz zur Nutzung verwaister und vergriffener Werke – Prof. Dr. Katharina de la Durantaye, Juristische Fakultät HU Berlin


Verwaiste Werke sind solche, deren Rechtsinhaber unbekannt oder unauffindbar sind. Nach geltendem Recht sind sie der Nutzung im Wesentlichen entzogen. Durch den Google-Books-Falls hat dieses Problem in letzter Zeit globale Aufmerksamkeit erlangt. Die EU hat vergangenes Jahr eine Richtlinie erlassen, nach der die Nutzung verwaister Werke unter bestimmten Umständen erlaubt werden soll. Im Februar dieses Jahres hat das Justizministerium einen Referentenentwurf zum Thema vorgelegt. Er dient der Umsetzung dieser europarechtlichen Vorgaben ins deutsche Recht, ermöglicht aber unter bestimmten Umständen auch die Nutzung vergriffener Werke. Einige Fragen sind nach wie vor ungeklärt, andere werden im Entwurf nur unzureichend gelöst. Der Vortrag zeichnet die Entwicklungen nach, die zur Schaffung des Referentenentwurfs geführt haben. Er analysiert den Entwurf kritisch und mit Blick auf Versuche anderer Länder, Regelungen für verwaiste (und vergriffene) Werke zu schaffen.

 

Aus rechtlichen Gründen können wir leider nur die Audioaufzeichnung dieses Vortrags öffentlich zur Verfügung stellen. Das Video zum Vortrag ist nur für in den BBK-Moodle-Kurs eingeschriebene HU-Mitglieder zugänglich.

 

 

 


 

18.06.2013: Der Vortrag fällt leider aus.

Interaktives Patentretrieval – Prof. Dr. Christa Womser-Hacker, Universität Hildesheim


Die Suche nach Patentdokumenten nimmt ständig an Umfang und Wichtigkeit zu, für das Information Retrieval stellt diese Domäne mit ihren speziellen Anforderungen jedoch eine große Herausforderung dar. Die Benutzerklientel erweist sich durch vielfältige Rechercheabsichten sowie unterschiedliches Information-Retrieval- und Disziplinenwissen als sehr heterogen in Bezug auf Zielsetzung, Vorgehen, Terminologie, System- und Datenbankexpertise etc. Häufig zeigt sich eine Ablehnung von Ranking-Verfahren, weil das Vertrauen in vollautomatische Systeme fehlt oder aus Sicht der Benutzer zu wenig Transparenz und Kontrollierbarkeit vorhanden ist. Im Vortrag soll es um informationswissenschaftliche Projekte an der Universität Hildesheim gehen, welche nach innovativen Lösungsansätzen im Patentretrieval suchen (visualisiertes Ranking und Relevance Feedback, terminologische Vorschlagssysteme, Mining, etc.).

 

 


 

25.06.2013:

Where does the catalogue end and the content begin? Greek, Latin and the emerging Trillion Word Library – Dr. Gregory Crane, Perseus Digital Library/ Tufts University (Medford, USA)


In this talk, I describe the Open Greek and Latin Project in particular and the potential role of German research as the Humanities evolve within a new - and already dominant - digital space. The Open Greek and Latin Project is a first step in a larger effort that we are calling Open Philology (where we follow English language usage and apply Philology to the study of historical languages). The goal is create a comprehensive corpus of Greek and Latin sources from the ancient world (roughly those produced through c. 600 CE) and a post-classical corpus of Greek and Latin that is extensive, extensible, increasingly representative, and open. I consider open data to be essential for emerging digital scholarship - researchers must be free to download, analyze, annotate, modify, and then republish their textual sources. We have decided for our own work to standardize on a Creative Commons Attribution-ShareAlike license (specifically allowing commercial use). The talk describes current efforts to build within the legal framework available to us an open corpus that is as up-to-date as possible. The talk covers technical, legal, and social issues associated with the emergence of such an open corpus (including the need for a new e-learning foundation for language learning). It concludes by suggesting the unique role that Germany is able to fill in helping the humanities adapt to a new digital age, both because of its national commitment to research and because of the relative ease by which humanists and computer scientists can collaborate in Germany.

 

Aus technischen Gründen musste die Videoaufnahme leider gekürzt werden und stellenweise ertönt ein kurzes Rauschen. Wir bitten, dies zu entschuldigen. Aus diesem Grunde stellen wir die vollständigen Folien separat zur Verfügung.

 

 

 


 

02.07.2013:

Die Entwicklung von virtuellen Forschungsumgebungen aus der Perspektive der Wissenschafts- und Technikforschung – Mag. MSc. Ulla Tschida, TU Berlin


IKT-basierte Forschungsinfrastrukturen haben in den letzten Jahren eine deutliche wissenschaftspolitische und -praktische Aufmerksamkeit erlangt. Verstärkt rücken nun nicht-technische Fragen in den Vordergrund: Institutionelle, disziplinspezifische, organisationale oder rechtliche Aspekte der Entwicklung, des Betriebs und der Nutzung von Infrastrukturkomponenten sind nicht nur alltägliche Phänomene in einzelnen Entwicklungsprojekten, sondern auch Gegenstand langfristiger Planung von lokalen und nationalen Infrastrukturen. In dem Vortrag möchte ich – basierend auf einer konkreten Fragestellung und zwei empirischen Fallstudien – einen Einblick in die theoretischen und heuristischen Angebote der Wissenschafts- und Technikforschung zur qualitativen Analyse der Entwicklung von virtuellen Forschungsumgebungen geben. Mein Beitrag steht dabei unter der Leitfrage nach der sozialen Wirksamkeit eines bestimmten Typs von Infrastrukturkomponenten, den virtuellen Forschungsumgebungen (Virtual Research Environments, VRE), auf die Organisation der Arbeit mit Forschungsdaten. Die Wirksamkeit lässt sich nicht nur ex post, bspw. als Analyse von Nutzungsverhalten, untersuchen, sondern auch über eine qualitative Analyse von sozialen und technischen Ressourcenabhängigkeiten, die in der Entwicklung entstehen bzw. neu konfiguriert werden. Die Art und Weise, wie diese Beziehungen gestaltet werden, ist nun nicht beliebig, sondern wird durch etablierte technische und soziale Kontexte geprägt. Der Vortrag ist als Werkstatt-Bericht eines interdisziplinären Promotionsvorhabens konzipiert und wird eine entsprechende Mischung aus vielen Fragen, weniger Antworten, und hoffentlich viel Diskussionsmaterial bieten.

Video zum Vortrag
Literaturempfehlungen

 

 


 

09.07.2013:

Resource Description and Access – Neues zur RDA und dem Stand der Implementierung in Deutschland, Österreich und der Schweiz – Renate Behrens, DNB Arbeitsstelle für Standardisierung


Es wird immer deutlicher sichtbar: die Vorarbeiten zur Implementierung des Erschließungsstandards Resource Description and Access (RDA) laufen auf Hochtouren. Im Herbst 2012 hat die vom Standardisierungsausschuss eingesetzte Arbeitsgruppe RDA ihre Arbeit aufgenommen. Alle Verbünde des deutschsprachigen Raums arbeiten in dieser Gruppe aktiv mit, außerdem gibt es drei Unterarbeitsgruppen, die sich mit dem Umstieg auf die RDA im Bereich der Normdaten in der GND, der fortlaufenden Sammelwerke und der Musik beschäftigen und wichtige Grundlagenarbeit für die AG RDA leisten. In dem Beitrag wird sowohl von der internationalen Entwicklung der RDA als auch dem Stand der Arbeiten zur Implementierung des Standards in Deutschland, Österreich und der Schweiz berichtet.

 

Aus technischen Gründen können leider nur die Präsentationsfolien zur Verfügung gestellt werden.