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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Bibliotheks- und Informations­wissen­schaft

Über das Gebäude Dorotheenstr. 26

Als Handelskammer Berlin 1903/04 von Wilhelm Cremer und Richard Wolffenstein erbaut, die Bildhauerarbeiten von Ernst Westphal. Dreigeschossig über hohem Souterrain, die barockisierenden Sandsteinfassaden über hohem rustiziertem Sockelgeschoß durch Vorlagen gegliedert. Die fünfachsige, durch Saal im dritten Geschoß etwas höhere Hauptfassade zur Dorotheenstraße mit aufwendigem Mittelportal, bekrönt von überlebensgroßen Liegefiguren beidseitig des die Gliederung des Portals fortsetzenden Balkons am zweiten Geschoß.

Quelle:

Die Bau- und Kunstdenkmale in der DDR. Hauptstadt Berlin I.
bearbeitet von einem Kollektiv der Abteilung Forschung Gesamtredaktion Heinrich Trost. hrsg. vom Institut für Denkmalpflege. Henschelverlag Berlin 1984

 


 

der Architekt Wilhelm (Wilhelm Albert) Cremer

geb. 15. 11. 1845 in Köln
gest. 28. 03.1919 in Berlin

Vita
  • Provinzialgewerbeschule Köln 1862-67
  • Mitarbeiter bei Julius Raschdorff (Stadtbaumeister)
  • ab 1867 Mauermeisterprüfung in Köln, Umzug nach Berlin
  • 1868 - 75 Studium an der Bauakademie bei August Friedrich Wilhelm Orth (1828-1901)
  • ab 1875 selbständig als Architekt und Lehrtätigkeit zunächst an der KGS (Unterrichtsanstalt am Kunstgewerbemuseum) später an der TH Charlottenburg
  • 1878 Bekanntschaft mit Richard Wolffenstein (7. Sept. 1846 - 13. Apr. 1919)
  • 1879 Gründungsmitglied der Vereinigung Berliner Architekten
  • 1882 Gründung des Architekturbüros Cremer & Wolffenstein mit Richard Wolffenstein
  • 1885 Ernennung zum Professor der Unterrichtsanstalt am Kunstgewerbemuseum, Berlin
  • 1907 Ernennung zum Baurat
  • 1912 Ernennung zum Geheimen Baurat
ausgewählte Bauten in Berlin
  • Kurfürstenstraße 132 - 1895-96
  • Villa Beymestraße (Furtwänglerstraße) - 1899
  • Hochbahnhof Nollendorfplatz - 1900-01 (nicht erhalten)
  • Dorotheenstraße/Ecke Universitäts-Straße : Handelskammer (später Akademie der Wissenschaften der DDR; heute IB der HU), 1903-1904
  • Invalidenstraße 48-49 : Kaiser-Wilhelm-Akademie (heute: Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit) 1903-10
  • Spandauer Straße 1 : Handelshaus (heute HU-Berlin) 1904-06
  • Alexanderplatz : Warenhaus Tietz - 1904-11 (nicht erhalten)
  • Pacelliallee/Ecke Bernadottestraße : Villa Strauß - 1914

Quelle:

AKL (Allgemeines Künstlerlexikon), Bd. 22 München u. Leipzig: 1999. S. 230f.