Rückblick: Die internationale Open Access Week 2009 an der Humboldt-Universität
Rückblick: Die internationale Open Access Week 2009 an der Humboldt-Universität
Am 20.10.2009 wurde an der Berliner Humboldt-Universität die internationale Open Access Week mit einer Podiumsdiskussion unter dem Titel „Open Access zwischen Freiheit und Zwang -- Demokratisierung der Wissenschaft oder Enteignung der Autoren?“ eröffnet. Nach einführenden Vorträgen zum Thema Open Access aus verschiedenen Perspektiven durch Professor Wolfgang Coy (Lehrstuhl Informatik und Gesellschaft), Prof. Michael Linscheid (Vizepräsident für Forschung) und Dr. Christian Czychowski (Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht - Vortrag als pdf) vertraten die Podiumsteilnehmer, zu denen zusätzlich zu den Referenten auch Prof. Peter Schirmbacher (IBI, CMS) und Prof. Michael Seadle zählten, in der anschließenden Diskussion eine recht homogene Sicht auf Open Access. Weitgehender Konsens war, dass das Publizieren nach dem Open-Access-Prinzip für die Humboldt-Universität eine wichtige und zukunftsweisende Form der wissenschaftlichen Publikation ist. Entsprechend äußerte sich beispielsweise Prof. Dr. Linscheid, der die Sicht des HU-Präsidiums vertrat. Aus Sicht der Organisatoren war die Veranstaltung ein Erfolg: Der Saal war zwischenzeitlich voll besetzt und es konnten innerhalb der Universität viele Interessenten angelockt werden, die sich bis dato mit dem Thema Open Access wenig bis gar nicht beschäftigt hatten. Damit konnte ein Ziel der Open Access Week, generell über OA zu informieren, zweifelsohne umgesetzt werden. Zudem waren die „Open-Access-Aktivisten“ der HU innerhalb verschiedener Einrichtungen zugegen, um im Rahmen einer „edoc-Roadshow“ über die verschiedenen Möglichkeiten im Bereich Open Access an der Humboldt-Uni und das Angebot des Dokumenten- und Publikationsservers edoc zu informieren, das teilweise sehr gut angenommen wurde.Für ähnliche weitere Veranstaltungen im größeren Rahmen wie der Podiumsdiskussion sind neue Impulse für eine breitere Diskussion des Themas Open Access wünschenswert – in einer nächsten Runde steht demnach ein neuer Tisch in einer neuen Zusammensetzung an.
Für einen (audio-)visuellen Eindruck gibt es noch einige Fotos sowie eine Videoaufzeichnung der Vorträge der Podiumsdiskussion: die Videodatei kann bei Interesse erfragt werden (die Qualität entspricht leider nicht einer Form, die wir öffentlich verbreiten wollen).
An der HU-Initiative zur internationalen OA-Week waren beteiligt
- die Arbeitsgruppe Elektronisches Publizieren am Computer- und Medienservice und der UB der HU
- das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft
- das DFG-Projekt "Infrastruktur Urheberrecht für Wissenschaft und Bildung" (IUWIS)
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Informationen zum Thema OA und Publizieren auf dem edoc-Server der HU
- „Sieben auf einen Streich“ – zu den Vorteilen des OA-Publizierens: http://edoc.hu-berlin.de/cmsj/32/Sieben-auf-einen-Streich-55/PDF/Sieben-auf-einen-Streich.pdf
- Themenheft des cms-journals (Nr. 32) "Wissenschaftliches Publizieren im digitalen Zeitalter"
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Ansprechpartner
Zur Info: Podiumsdiskussion und "edoc-Roadshow"
Das Programm der Podiumsdiskussion
Titel: Open Access zwischen Freiheit und Zwang -- Demokratisierung der Wissenschaft oder Enteignung der Autoren?Zeit: Dienstag, 20. Oktober 2009, 17.00 bis 19.30 Uhr
Ort: Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum
Programm:
| 17.00 Uhr | Prof. Dr. Wolfgang Coy, Institut für Informatik: Open Access als neue Freiheit für die Wissenschaft |
| 17.20 Uhr | Dr. Christian Czychowski, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht:Open Access - Eine juristische Annäherung |
| 17.40 Uhr | Prof. Dr. Michael Linscheid, Vizepräsident für Forschung: Open Access aus der Sicht des Präsidiums |
| 18.00 Uhr | Podiumsdiskussion mit
Prof. Dr. Wolfgang Coy, Institut für Informatik;Moderation: Thomas Richter, Leiter des Referats Öffentlichkeitsarbeit |
Unter dem Stichwort „Open Access“ wird der freie und uneingeschränkte Zugang zu wissenschaftlicher Information verstanden, an dessen konkreter Umsetzung spätestens seit der Berliner Erklärung im Jahr 2003 eine international und interdisziplinär aufgestellte Bewegung arbeitet. Inzwischen gehören Open-Access-Zeitschriften in den meisten Fachgebieten ebenso selbstverständlich zur wissenschaftlichen Informationsversorgung wie Institutional Repositories oder fachbezogene Volltextserver. Aber das neue Publikationsparadigma wird vonseiten wissenschaftlicher Autoren und Rezipienten keinesfalls durchgehend begrüßt. Seit dem Anfang 2009 veröffentlichten Heidelberger Appell ist vor allem in Deutschland eine hitzige und beachtenswert öffentliche Diskussion darüber entbrannt, inwieweit eine Veränderung der wissenschaftlichen Publikationskultur im Sinne von Open Access das Selbstverständnis und die Freiheit der Forschung berührt oder gar konterkariert. Schlagwörter wie Open Exzess, Publikationszwang oder Enteignung machen die Runde. Auch unter den Mitgliedern der Humboldt-Universität sind die Ansichten zu diesem Thema geteilt. Wir wollen die unterschiedlichen Argumente hören und diskutieren.
Informationsveranstaltungen „edoc roadshow“
Entsprechend der Interessenbekundungen aus den einzelnen Instituten
und Einrichtungen an der HU wird es mehrere Informationsveranstaltungen
zum Thema wissenschaftliches elektronisches Publizieren und Open Access
geben. Die etwa einstündigen Veranstaltungen werden an
unterschiedlichen Orten der Universität veranstaltet und greifen
teilweise fachspezifische Aspekte auf. Sie sind aber jeweils
grundsätzlich für alle Mitarbeiter und Studierenden offen.
| Datum Zeit | Adresse Einrichtung | speziell für Mitarbeiter und Studierende der ... |
| Mi, 21.10. 10 Uhr | Dorotheenstraße 24, Raum 3.246 Institut für Deutsche Sprache und Linguistik | geisteswissenschaftlichen Institute |
| Mi, 21.10. 14 Uhr | Spandauer Straße 1, Raum 125 Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät | Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Theologischen Fakultät |
| Fr,23.10. 10 Uhr | Rudower Chaussee 26, Raum 0101 Erwin Schrödinger-Zentrum | naturwissenschaftlichen Institue, außeruniversitären Institute |
Das Vortragsprogramm im Einzelnen: Mittwoch, 21. Oktober, 10 Uhr, Dorotheenstraße 24, Raum 3.246
Prof. Dr. Peter Schirmbacher: Begrüßung und Einführung
Dr. Uwe Müller: Open Access – Weltweiter Trend und Entwicklungen an der Humboldt-Universität
Sabine Henneberger: Zeitschriften, Reihen, Bände – Wissenschaftliches Publizieren auf dem edoc-Server
Annett Gries, Stefan Pohl: kunsttexte.de – Eine wissenschaftliche Open-Access-Zeitschrift
Niels Fromm: Zweitveröffentlichungen auf dem edoc-Server – Der Grüne Weg zu Open Access
Thomas Hartmann: Wer darf was? – Open Access und das Urheberrecht
Mittwoch, 21. Oktober, 14 Uhr, Spandauer Straße 1, Raum 125
Prof. Oliver Günther, PhD: Begrüßung
Dr. Uwe Müller: Open Access – Weltweiter Trend und Entwicklungen an der Humboldt-Universität
Sabine Henneberger: Zeitschriften, Reihen, Bände – Wissenschaftliches Publizieren auf dem edoc-Server
Annett Gries, Stefan Pohl: kunsttexte.de – Eine wissenschaftliche Open-Access-Zeitschrift
Niels Fromm: Zweitveröffentlichungen auf dem edoc-Server – Der Grüne Weg zu Open Access
Thomas Hartmann: Wer darf was? – Open Access und das Urheberrecht
Freitag, 23. Oktober, 10 Uhr, Rudower Chaussee 26 (Adlershof), Raum 0119 (Konferenzraum)
Prof. Dr. Peter Schirmbacher: Begrüßung und Einführung
Dr. Uwe Müller: Open Access – Weltweiter Trend und Entwicklungen an der Humboldt-Universität
Niels Fromm: Zeitschriften, Reihen, Bände – Wissenschaftliches Publizieren auf dem edoc-Server
Maxi Kindling, Sandra Lechelt: LIBREAS – Eine wissenschaftliche Open-Access-Zeitschrift
Niels Fromm: Zweitveröffentlichungen auf dem edoc-Server – Der Grüne Weg zu Open Access
Thomas Hartmann: Wer darf was? – Open Access und das Urheberrecht