Calogero Castronovo (2009)
Die Leseförderung in Spanien. Eine Herausforderung im 21. Jahrhundert
Dissertation, Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft, Berlin.
"Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist in Spanien eine
Leseförderungsoffensive gestartet worden, deren primäres Ziel es ist,
die großen Schwächen der Lesegewohnheiten in der spanischen Bevölkerung
zu beheben, und somit allen Bürgern den Zugang zur Informations- und
Wissensgesellschaft zu ermöglichen.
Im ersten Teil der Arbeit werden die historischen Hintergründe für die
heutigen Defizite erläutert und eine Reihe von aktuellen Studien zum
Leseverhalten der Spanier analysiert. Eine Untersuchung über das
Verlagswesen und dessen Auswirkung auf die Lesehaltung der Gesellschaft,
sowie eine genaue Darstellung des im Jahre 2007 erlassenen Gesetzes zur
Buch-, Lektüre- und Bibliothekspolitik dienen dazu, einen Rahmen für
die unternommenen Schritte zu bilden.
In dem zweiten Teil richtet sich der Fokus auf die seit Beginn des
Jahrhunderts gestarteten Maßnahmen zur Leseförderung, darunter, als
integrativer Mittelpunkt den Leseförderungsplan der zentralen Regierung
und weiter die Projekte der Landesregierungen und der Kommunen, sowie
Aktionen die zum größten Teil auf private Initiative zurückgehen. Die
öffentliche Präsentation des vom Bundeskulturministerium entwickelten,
ersten, nationalen Leseförderungsplanes im Jahr 2001 markierte den
Anfang für einen Wandelprozess in der Lesekultur des Landes.
Im letzten Teil der Dissertation wird, angesichts der basalen Funktion
der Bibliotheken als Zentren der Leseanimation, auf die Entwicklung des
spanischen Bibliotheksystems in den letzten drei Dekaden und
insbesondere der Öffentlichen und der Schulbibliotheken eingegangen."
(Quelle: edoc-Server der HU)
(Quelle: edoc-Server der HU)